Nahrung:
Meist pflanzliche Kost (Kräuter, Gräser), aber auch tote Insekten
Lebensraumansprüche:
Gryllus campestris besiedelt Magerrasen aller Art, eher trockene, extensive Mähwiesen (Salbei-Glatthaferwiesen), große magere Böschungen, Heiden und extenive, sonnige Weiden.
Entwicklungszyklus:
Die Larven überwintern im Allgemeinen im vorletzten Stadium. Imagines treten ab Mai auf und leben bis in den Juli, manchmal vereinzelt auch noch Anfang August. Die älteren Larven und die Imagines leben in selbstgegrabenen, unverzweigten Gängen in der Erde und sind zur Nahrungsaufnahme oder Partnerwerbung (u.a. Werbegesang) an der Oberfläche.
Gefährdung: gefährdet
Gefährdungsursachen:
In Norddeutschland durch den Rückgang an Habitaten bereits vom Aussterben bedroht, kommt Gryllus campestris dank ihrer eher geringen Ansprüche an die Xerothermie ihres Habitats in noch halbwegs ausreichend mit Magerrasen durchsetzten Gebieten wie der Schwäbischen Alb noch recht häufig auf. Gryllus campestris benötigt aber recht große Habitate oder einen funktionierenden Habitatverbund. Isolierte Kleinflächen sind im Gegensatz zu vielen anderen Arten meist nicht besiedelt. Im Voralpenland sind die Bestände durch die einschneidende Grünlandintensivierung der letzten Jahrzehnte vielerorts zusammengebrochen und auf Restflächen zusammengeschmolzen.
Bemerkungen:
Die Verbreitung reicht von Nordafrika über Europa (fehlt nur im Norden und Großbritannien) bis Westasien.