Heterogynis penella (Federwidderchen)

Heterogynis penella: Männchen (Provence) Heterogynis penella: Männchen (Provence) Heterogynis penella: Männchen (Provence) Heterogynis penella: Kopula (von Heterogynis canalensis): teilweise schlüpfen die Weibchen gar nicht, so dass sie durch den Kokon begattet werden müssen (spanische Westpyrenäen, Aisa, Juli 2010) Heterogynis penella: aufpräparierter Kokon von Heterogynis canalensis: Weibchen an der Puppenhülle (Aisa, Juli 2010) Heterogynis penella: Männchen (Valle di Susa) Heterogynis penella: Weibchen (Valle di Susa) Heterogynis penella: Kopula (Valle di Susa) Heterogynis penella: weiblicher Kokon von Heterogynis canalensis (Aisa, Westpyrenäen) Heterogynis penella: Überwinterungskokons der Raupe (Provence) Heterogynis penella: Jungraupe (Provence, Anfang April 2010) Heterogynis penella: halbwüchsige Raupe (Provence) Heterogynis penella: halbwüchsige Raupe Heterogynis penella: Raupe (Provence) Heterogynis penella: Raupe (Provence) Heterogynis penella: Raupe (Provence, Ende April 2011) Heterogynis penella: Raupe (Provence, Ende April 2011) Heterogynis penella: Raupe (Provence, Ende April 2011) Heterogynis penella: Raupe (Provence) Heterogynis penella: Raupe (Provence) Heterogynis penella: Habitat von Heterogynis canalensis in den spanischen Westpyrenäen (Jaca): Magerrasen im Trockenwald

Raupennahrungspflanzen:
In der Valle di Susa und der Provence fand ich viele Raupen an Asteraceen (Centaurea), Fabaceen (viele Gattungen wie etwa Dorycnium, Lotus und Onobrychis, wenn vorhanden gerne Ginster-Arten) und Cistaceen (Helianthemum), interessanterweise alle drei Nährpflanzenfamilien der verwandten Zygaenidae. In Nordgriechenland fand ich Heterogynis-Raupen südlich des Smolikas (Pindos) an Cirsium-Rosetten fressend.

Lebensraumansprüche:
Als Lebensraum dienen heiße, oft felsige Magerrasen und Säume in Trockenwäldern vom Küstenniveau bis etwa 1500m NN. In Deutschland wurden ehemals warme Hänge im Mittelrhein-Nahe-Gebiet besiedelt.

Entwicklungszyklus:
Die Falter fliegen von Mai bis Juli. Die flügellosen, plumpen Weibchen legen die Eier innerhalb des Kokons ab, wie oft beobachtet werden konnte. Die Jungraupen leben innerhalb des Kokons von der toten Mutter und überdauern so die Hochsommerhitze. Die Kokons werden erhöht in der Vegetation angelegt, um der Bodenhitze zu entgehen und um eine bessere Ausgangsposition zur Anlockung der Männchen zu haben.

Erst Ende August und im September gehen die Raupen auf die Pflanzen über. Zu Wintereinbruch spinnen sie dichte, flache Kokons, in denen sie überwintern und die gelegentlich recht häufig in der Vegetation gefunden werden können (z.B. Januar 2004 im Massif de la Sainte Baume). Die erwachsenen Raupen sind von April bis Anfang Juni zu finden.

Gefährdung: 0

Gefährdungsursachen:
Heterogynis penella ist von ihrem reliktären Teilareal im Mittelrheingebiet offenbar bereits verschwunden. Sonst kommt sie in Mitteleuropa nur mehr im Elsaß vor (sehr lokal).

Südwestlich der Alpen (Nordwestitalien, Südfrankreich) ist der Falter dagegen oft flächendeckend in Magerrasen und Macchien verbreitet.

In Südeuropa gibt es allerdings mehrere nahe verwandte Arten dieser Gattung (siehe Bilder zu Heterogynis canalensis auf dieser Seite).