Raupennahrungspflanzen:
Holzige Rosengewächse wie Pyrus, Prunus, Crataegus, Amelanchier und Sorbus. In Mitteleuropa findet sich die Raupe meist an Prunus spinosa.
Lebensraumansprüche:
Iphiclides podalirius bewohnt heiße, buschige Hänge mit Krüppelschlehen, etwa flussbegleitend wie an Main oder Nahe. Daneben kommt sie auch in Sandgebieten vor. Im Jura der Schwäbischen Alb ist der schöne Falter mittlerweile verschwunden, aber lokal auf der benachbarten Fränkischen Alb noch vorhanden. Die Raupen entwickeln sich im Norden nur an kleinen, kniehohen Sträuchern, die im Hitzestau über Kalkschotter, Offenboden etc. wachsen. Am wärmeren Mittelmeer werden dagegen auch höhere Obstbäumen belegt (relative Standortkonstanz).
Entwicklungszyklus:
Im Norden werden eine bis (teilweise) zwei Generationen ausgebildet, im Süden in tiefen Lagen oft drei. Die Eiablage erfolgt sowohl auf der Blattoberseite (vor allem bei größeren Blättern) als auch auf der Unterseite (oft bei kleinen Blättern). Die Raupe sitzt auf der Blattoberseite und ist dort gut getarnt. Iphiclides podalirius überwintert als Gürtelpuppe an Steinen oder Stämmen.
Gefährdung: stark gefährdet
Gefährdungsursachen:
In Mitteleuropa nördlich der Alpen ist diese schöne Art auf wenige Wärmeinseln zurückgedrängt worden, wo etwas großflächigerer Lebensraum erhalten geblieben ist und noch nicht gänzlich etwa dem Weinanbau zum Opfer fiel. In den Südalpen und im Mittelmeerraum ist der Falter hingegen noch häufig. Auf Rhodos lebt er beispielsweise auch in Innenstädten, wo die Raupen an Pfirsich etc. fressen.
Bemerkungen:
Iphiclides podalirius hat als Biotopkomplexbewohner einen hohen Raumanspruch (dichtes Netz an Teilhabitaten), was ihr bei uns zum Verhängnis wurde. Die Männchen finden sich oft im Frühjahr auf Hügelkuppen zusammen (Hilltopping zur Partnerfindung).
Iphiclides podalirius ist von Nordwestafrika über Mittel- und Südeuropa bis Westchina verbreitet. Die Populationen Nordwestafrikas und Südwesteuropas werden manchmal als eigene Art feisthameli abgetrennt. Dieser ist eher Unterartstatus zuzusprechen (vgl. die Angaben bei Pyrgus malvoides).
Im Süden noch häufig, hingegen sind im Norden die noch verbliebenen Populationen aber in Auflösung begriffen (Mittelfrankreich, Deutschland).