Nemobius sylvestris (Bosc, 1792) (Waldgrille)


Nemobius sylvestris: Weibchen (Ostpyrenäen, Canigou, 1500m NN, Oktober 2013) [N] Nemobius sylvestris: Männchen (Ostpyrenäen, Canigou, 1500m NN, Oktober 2013) [N] Nemobius sylvestris: Weibchen [N] Nemobius sylvestris: Weibchen [N] Nemobius sylvestris: Weibchen (Ostpyrenäen, Canigou, 1500m NN, Oktober 2013) [N] Nemobius sylvestris: Ein mögliches Habitat: felsiger, gehölzreicher Hang in Waldrandlage [N]

Nahrung:
Falllaub, absterbende Pflanzenteile, Früchte, aber auch frische Pflanzen und lebende und tote Insekten.

Lebensraumansprüche:
Nemobius sylvestris kommt einerseits in warmen, lichten Wäldern insbesondere an besonnten Rändern und in stark verbuschten Magerrasen vor. Daneben ist sie aber auch ein Bewohner von Steinbrüchen und Schutthalden in Magerrasen, wo sie dann etwa Grobschuttfluren besiedelt und tagsüber im Lückensystem der Steine verborgen ist.

Entwicklungszyklus:
Die Imagines finden sich ab Juli bis in den November. Gelegentlich überwintern auch einzelne Individuen und finden sich dann im Frühjahr. Aus den im Sommer/Herbst abgelegten Eiern schlüpfen die Larven zum Teil laut Literatur noch im selben Jahr, zum Teil erst im nächsten Frühjahr. Offenbar überwintern die Larven dann noch einmal und werden im Sommer adult. Die Eiablage findet in den Boden statt.

Gefährdungsursachen:
Nemobius sylvestris ist im mittleren und südlichen Deutschland weit verbreitet und meist häufig. Sie fehlt aber kühlfeuchten Regionen wie dem nördlichen Voralpenland weitgehend. Sie ist kaum gefährdet.

Bemerkungen:
Nemobius sylvestris kommt von Nordafrika über die Iberische Halbinsel, Frankreich, das äußerste Nordwestitalien und Teile Mitteleuropas bis Südengland, Südwestpolen und in die Tschechische Republik vor.