Raupennahrungspflanzen:
Die Art entwickelt sich an Aristolochia-Arten wie beispielsweise Aristolochia bodamae (= Aristolochia hirta).
Lebensraumansprüche:
Die Falter besiedelt fast s�mtliche zumindest halboffenen Habitate, wenn nur wenigstens eine geeignete Raupennahrungspflanze vorkommt. Auf Samos fand ich Zerynthia cerisy von K�stenniveau in Olivenplantagen bis 1200m NN in blumenreichen Magerrasen der Gipfelregion des Karvouni.
Entwicklungszyklus:
Die Falter fliegen von Anfang April bis Mai, in den h�heren Lagen auch noch bis Juni oder gar Anfang Juli. Auf Samos traf ich Falter, Eier und Jungraupen in der ersten Maiwoche 2009 zusammen mit Raupen, aber keinen Faltern mehr von Archon apollinus. Die Eier werden meist auf der Blattunterseite (gelegentlich auch Oberseits) abgelegt. Die Raupen findet man von Ende April bis Juni. Die Puppe �berwintert in Ritzen oder unter Steinen oder Borke und wird wie bei den anderen Zerynthia von einem grobmaschigen Gespinst umgeben.
Gefährdungsursachen:
Zerynthia cerisy wird an lokalen Flugstellen leicht durch Intensivierung (Landwirtschaft) beeintr�chtigt. Insgesamt ist sie jedoch vor allem auf den Inseln der Ost�g�is weit verbreitet und h�ufig. Auf Samos ist sie noch deutlich h�ufiger als etwa Archon apollinus und kann an fast jedem Aritsolochia-Standort gefunden werden.
Bemerkungen:
Die Verbreitung ist in Europa auf Griechenland und wenige Stellen in Albanien, Mazedonien und Bulgarien beschr�nkt. In Griechenland kommt sie selten im Norden vor. Im sonstigen Festlandsgriechenland fehlt sie jedoch ganz. Daf�r ist sie auf den ost�g�ischen Inseln weiter verbreitet (Lesbos, Samos, Rhodos, Kos usw.). Die Form Kretas (ungeschw�nzt, kleiner) wird oft als eigene Art aufgefasst. Wieder ein Fall, bei dem sich Gr�nde f�r beide M�glichkeiten finden.