Details zur ausgewählten Art
Parnassius mnemosyne (Schwarzer Apollo)

Parnassius mnemosyne: Männchen (Wallis) Parnassius mnemosyne: Männchen (Wallis) Parnassius mnemosyne: Männchen (Olymp, 2500m NN, Ende Juli 2010) Parnassius mnemosyne: Weibchen (Wallis) Parnassius mnemosyne: Weibchen mit Sphragis (Allgäu) Parnassius mnemosyne: Sphragis (Wallis) Parnassius mnemosyne: Weibchen-Unterseite Parnassius mnemosyne: Männchen (Schwäbische Alb) Parnassius mnemosyne: Ei Parnassius mnemosyne: Ei Parnassius mnemosyne: L1-Raupe Parnassius mnemosyne: L1-Raupe Parnassius mnemosyne: L2-Raupe Parnassius mnemosyne: L3-Raupe Parnassius mnemosyne: Raupe (Allgäuer Alpen) Parnassius mnemosyne: Raupe (Allgäuer Alpen) Parnassius mnemosyne: Raupe (Allgäu, Nagelfluhkette, Mai 2009) Parnassius mnemosyne: Raupe (Allgäu, Nagelfluhkette, Mai 2009) Parnassius mnemosyne: Raupe (Allgäu, Nagelfluhkette, Mai 2009) Parnassius mnemosyne: halbwüchsige Raupe (Wallis) Parnassius mnemosyne: Raupe (Farbvariante, Wallis) Parnassius mnemosyne: Raupe (Farbvariante Wallis) Parnassius mnemosyne: Raupe (Farbvariante, Wallis) Parnassius mnemosyne: Raupe (Farbvariante Wallis) Parnassius mnemosyne: Kokon Parnassius mnemosyne: Puppe Parnassius mnemosyne: Puppe Parnassius mnemosyne: Puppe vor dem Schlupf (Wallis) Parnassius mnemosyne: Larvalhabitat (Allgäu) Parnassius mnemosyne: Habitat (Allgäu) Parnassius mnemosyne: Habitat (etwas weitwinkeliger) zur Zeit der ausgewachsenen Raupe (Allgäu, Mai 2009) Parnassius mnemosyne: Habitat zur Flugzeit Parnassius mnemosyne: Habitat im Wallis: frische Wiesen mit Steinriegeln, Gehölzen und Hochstauden Parnassius mnemosyne: Habitat im Wallis zur Raupenzeit Parnassius mnemosyne: Habitat im Wallis: apere kleine Hügel mit Corydalis Parnassius mnemosyne: Habitat am griechischen Olymp: hochalpine Matten mit Corydalis in 2500m NN. Ende Juli 2010 flogen hier auch Falter von Erebia medusa.

Raupennahrungspflanzen:
Corydalis-Arten wie besonders Corydalis cava und C. intermedia.

Lebensraumansprüche:
Parnassius mnemosyne besiedelt Waldlückensysteme, Waldwiesen, feuchte Waldränder. Sie braucht zur Flugzeit ungemähte, blumenreiche Wiesen in Kontakt zu lichten Waldrändern mit Corydalis-Beständen. In den Alpen kommt sie auch auf buckligen Weiden mit Steinhaufen, Felsbrocken oder zwischen lichten Latschenbeständen vor, so im Rätikon bis über 1800 m NN. Hier wächst die dortige Raupennährpflanze Corydalis intermedia besonders im Saum zu Felsen und Steinhaufen. Im Allgäu (Nagelfluhkette) beobachte ich Raupen seit über 20 Jahren (1988- 2009) in etwa 1500 m NN unter einer einzelnen Baumgruppe in einem Waldlückensystem mit Hochstaudenflur an Corydalis cava. Dort kommen auch Boloria thore, B. titania und Polyommatus eumedon vor.

Entwicklungszyklus:
Parnassius mnemosyne überwintert als Raupe im Ei und weist eine schnelle Entwicklung mit nur drei Häutungen auf, da der Frühlings-Geophyt Corydalis bald vertrocknet. Die Falter fliegen von Mai bis Juli (im Gebirge). Am griechischen Olymp traten 2010 frische Männchen in 2500m NN zusammen mit Erebia medusa in 2500m NN auf.

Gefährdung: vom Aussterben bedroht

Gefährdungsursachen:
Außerhalb der höheren Lagen der Alpen ist Parnassius mnemosyne vom Aussterben bedroht durch intensive Wiesennutzung, Entwässerung und Verdichtung der Waldrandstrukturen (dichte Aufforstung, strikte Waldränder ohne Abstufungen). Auch in den Alpen ist der Falter durch Wald/Weide-Trennung und menschliche Aktivitäten aller Art bedroht. Häufiger kommt er beispielsweise noch in den Südwestalpen (Seealpen) vor.

Bemerkungen:
Parnassius mnemosyne ist leicht mit dem Baum-Weißling Aporia crataegi zu verwechseln.

Die Verbreitung erstreckt sich von den Pyrenäen lokal über die europäischen Gebirge und Skandinavien bis zum Tien Shan. In Mitteleuropa nördlich der Alpen hat Parnassius mnemosyne jedoch mit Ausnahme weniger Stellen (mittlere und westliche Schwäbische Alb) nur mehr nostalgischen Erinnerungscharakter.


Iphiclides podalirius | Papilio machaon | Parnassius apollo | Parnassius phoebus | Zerynthia polyxena | Zerynthia rumina