Raupennahrungspflanzen:
Saxifraga aizoides
Lebensraumansprüche:
Parnassius phoebus besiedelt Fliessgewässersysteme und überrieselte Hänge der alpinen Stufe der Alpen ab etwa 1800 m NN. Die Falter fliegen meist engbegrenzt um die stellenweise mit Hochstauden gesäumten Bäche. Die Raupen finden sich auf den meist von Wasser durchrieselten Polstern der Nahrungspflanze und auf Moos ruhend.
Entwicklungszyklus:
Parnassius phoebus überwintert als Raupe im Ei, gebietsweise vereinzelt vielleicht auch schon außerhalb der Eihülle. Erwachsene Raupen fand ich etwa im Silvrettagebiet im Juni, Falter hingegen im August und noch Anfang September.
Gefährdung: In Mitteleuropa nur lokal und/oder reliktär vorkommend bzw. auf Sonderstandorte limitiert
Gefährdungsursachen:
Parnassius phoebus ist nur stellenweise durch Tourismus (Skifahren ist eines der umweltschädlichsten Freizeitvergnügen, wenn auch viele Menschen wirtschaftlich davon abhängig sind), durch Trockenlegung und Umleitung alpiner Fließgewässer etwa zur Stromgewinnung und durch Überweidung infolge zu hohen Viehbesatzes bedroht.
Bemerkungen:
Der Falter kommt in Deutschland nur sporadisch zugeflogen in den südlichsten Allgäuer Alpen vor, ist in den Zentral- und Südalpen dagegen recht häufig. Daneben findet sich Parnassius phoebus auch im Ural, einigen ostasiatischen Gebirgen und in Nordamerika.