Raupennahrungspflanzen:
Die Raupe lebt an Laubbäumen und Sträuchern, besonders Rosaceae. Sehr gerne werden wilde Pyrus-Arten belegt, so in Griechenland.
Lebensraumansprüche:
Der Falter besiedelt warme Hänge mit lockeren Gehölzbeständen und andere gehölzreiche Standorte. Er findet sich auch in Obstgärten, wenn nicht gespritzt wird.
Entwicklungszyklus:
Die Puppe überwintert im Kokon, nicht selten auch mehrfach. Die Falter fliegen von April bis Juni und legen die Eier einzeln oder in kleinen Gruppen an dünnen Zweigen oder Blättern ab. In Nordgriechenland fand ich zahlreiche Raupen und Kokons ausschließlich an einer dornigen, wilden Pyrus-Art. Unter den teils kahl gefressenen Bäumchen war der Boden mit großen Kotballen übersät. Meist fanden sich zwischen 1 und 3 Raupen pro Busch. Ein Teil der Kokons wird offenbar am Stammfuß des Fraßbaums an der Rinde angelegt. Ein Teil der Raupen wandert vor der Verpuppung aber auch weiter umher, wie mehrere Beobachtungen auch überfahrener Raupen zeigen.
Auf Samos fand ich Anfang Mai Eier auf der Blattoberseite eines gepflanzten Birnbaums.
Gefährdungsursachen:
Saturnia pyri ist im Norden (Wallis, Tessin, Süd-Österreich, Elsaß) durch die Ausräumung der Landschaft und die Intensivierung im Obstbau (Gifteinsatz) bedroht. Im Süden, so in Griechenland, ist der Falter noch recht häufig.
Bemerkungen:
Saturnia pyri fehlt in Deutschland, wenn auch immer wieder vom nahen Frankreich eingeflogene Falter gemeldet werden, so besonders im Saarland, wo auch vorübergehende Fortpflanzung denkbar ist. Vielleicht ist Saturnia pyri eine der Arten, die mit der Klimaerwärmung weiter vordringen könnte, wenn der Gifteinsatz in der Landwirtschaft ihr eine Chance ließe.