Raupennahrungspflanzen:
Fabaceae, besonders Colutea, Phaseolus, Pisum und Ginster-Arten. Die Raupe befrisst unreife Früchte.
Lebensraumansprüche:
Vielgestaltig. Gärten mit Hülsenfrüchten, heiße Strauchgesellschaften u.a. Ich beobachtete um 1990 zahlreiche Falter Anfang Juni auf Kreta in Bohnenbeeten und einzelne Falter auf Fuerteventura im Februar 2007 in Barrancos mit wenigstens etwas frischerer Vegetation. Am Fuß des Olymp (Griechenland) besiedelte Lampides boeticus zusammen mit Leptotes pirithous zahlreich einen isolierten Baum von Sophora japonica (Fabaceae) in einer Hotelanlage auf Meereshöhe, wo die Eier Mitte Juli 2007 am Kelch noch nicht erblühter Knospen abgelegt wurden.
Entwicklungszyklus:
In den Tropen und Subtropen ganzjährig zu beobachten. In Südeuropa Frühjahr bis Oktober. In Mitteleuropa selten als Wanderfalter im Sommer/Frühherbst. Besonders häufig offenbar 2003 in der Oberrheinebene.
Die Raupe ist wesentlich stärker an ein endophytisches Leben angepasst als L. pirithous: Sie ist blass, zeichnungsarm und kaum außerhalb der Blüten/Früchte anzutreffen.
Bemerkungen:
Wanderfalter, der in Europa wohl nur auf den Kanaren und in den südlichsten Gebieten sowie einigen Mittelmehrinseln wie Rhodos und Kreta dauernd bodenständig ist, weiter nördlich aber zufliegt und südlich der Alpen milde Winter vermutlich überstehen kann.