Raupennahrungspflanzen:
Rumex-Arten wie R. acetosella und in den südlichen und zentralen Alpen meist R. scutatus.
In der Provence fand ich zahlreiche Eier an Stängeln und am Blattansatz von Rumex intermedius an Wegrändern durch lichte Magerrasen- und Strauchgesellschaften.
Lebensraumansprüche:
Weiden, Magerrasen, Böschungen, Felsmauern und -hänge, Sandrasen. Am häufigsten in silikatischen Gebieten wie Schwarzwald oder vor allem Berghängen der Süd- und Zentralalpen. Aber auch in Kalkgebieten der Südalpen (an Rumex scutatus).
Entwicklungszyklus:
Eine Generation, zumeist im Juni bis Juli. Jungraupe überwintert. Ausgewachsene Raupen fand ich Anfang Juni im Wallis auf 2000 m NN an Rumex scutatus in sandigen, steinreichen Böschungen. Gleichzeitig gefundene Raupen von L. virgaureae waren erst halberwachsen.
Gefährdung: vom Aussterben bedroht
Gefährdungsursachen:
Bei uns durch Aufforstung, Sukzession und Intensivierung akut vom Aussterben bedroht. Hält sich noch in einigen Gebiezten Süddeutschlands (Schwarz- und Bayerischer Wald, Fichtelgebirge). Ich beobachtete Anfang Juni 1994 Falter auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr.
Bemerkungen:
Ist in den zentral- und Südalpen fast überall recht häufig in der Unterart gordius vertreten, so etwa in den Seealpen, im Wallis oder in der Haute-Provence.