Details zur ausgewählten Art
Lycaena alciphron (Violetter Feuerfalter)

Lycaena alciphron: Männchen ssp. alciphron, Photo Bernhard Berenke (www.sechsbeine.de) Lycaena alciphron: Männchen (Nordgriechenland, Juli 2010) Lycaena alciphron: Männchen ssp. gordius Lycaena alciphron: Weibchen ssp. gordius Lycaena alciphron: Weibchen (Provence) Lycaena alciphron: Männchen-Unterseite ssp. gordius, Mont Ventoux Lycaena alciphron: Weibchen ssp. gordius Lycaena alciphron: Eier an Rumex intermedius-Stängel (Sainte Baume, Provence) Lycaena alciphron: Jungraupe (Provence, April 2010) Lycaena alciphron: halbwüchsige Raupe (Provence) Lycaena alciphron: Raupe Lycaena alciphron: Raupe Lycaena alciphron: Raupe (Provence) Lycaena alciphron: Raupe, vergleichsweise mehr blaugrün als etwa L. virgaureae Lycaena alciphron: Raupe im Larvalhabitat Lycaena alciphron: Puppe Lycaena alciphron: Puppe Lycaena alciphron: Larvalhabitat: Rumex scutatus am Rande von schottrigen Lawinarrunsen (Wallis)

Raupennahrungspflanzen:
Rumex-Arten wie R. acetosella und in den südlichen und zentralen Alpen meist R. scutatus.
In der Provence fand ich zahlreiche Eier an Stängeln und am Blattansatz von Rumex intermedius an Wegrändern durch lichte Magerrasen- und Strauchgesellschaften.

Lebensraumansprüche:
Weiden, Magerrasen, Böschungen, Felsmauern und -hänge, Sandrasen. Am häufigsten in silikatischen Gebieten wie Schwarzwald oder vor allem Berghängen der Süd- und Zentralalpen. Aber auch in Kalkgebieten der Südalpen (an Rumex scutatus).

Entwicklungszyklus:
Eine Generation, zumeist im Juni bis Juli. Jungraupe überwintert. Ausgewachsene Raupen fand ich Anfang Juni im Wallis auf 2000 m NN an Rumex scutatus in sandigen, steinreichen Böschungen. Gleichzeitig gefundene Raupen von L. virgaureae waren erst halberwachsen.

Gefährdung: vom Aussterben bedroht

Gefährdungsursachen:
Bei uns durch Aufforstung, Sukzession und Intensivierung akut vom Aussterben bedroht. Hält sich noch in einigen Gebiezten Süddeutschlands (Schwarz- und Bayerischer Wald, Fichtelgebirge). Ich beobachtete Anfang Juni 1994 Falter auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr.

Bemerkungen:
Ist in den zentral- und Südalpen fast überall recht häufig in der Unterart gordius vertreten, so etwa in den Seealpen, im Wallis oder in der Haute-Provence.


Lycaena candens | Lycaena dispar | Lycaena helle | Lycaena hippothoe | Lycaena ottomana | Lycaena phlaeas | Lycaena tityrus | Lycaena virgaureae