Lasiocampa quercus (Eichenspinner)

Lasiocampa quercus: Männchen Lasiocampa quercus: Männchen Lasiocampa quercus: Männchen Lasiocampa quercus: Männchen Lasiocampa quercus: Männchen Lasiocampa quercus: Weibchen Lasiocampa quercus: Weibchen Lasiocampa quercus: Weibchen Lasiocampa quercus: Ei Lasiocampa quercus: Ei Lasiocampa quercus: Jungraupe (Silvretta, September 2010) Lasiocampa quercus: Jungraupe vor der Überwinterung Lasiocampa quercus: Jungraupe Lasiocampa quercus: Raupe Lasiocampa quercus: Raupe Lasiocampa quercus: Raupe Lasiocampa quercus: Raupe (Kanisfluh, Mai 2010) Lasiocampa quercus: Raupe Lasiocampa quercus: Habitat: Kalkmagerrasen auf der Kanisfluh (Vorarlberg) in 1600-2000m NN Lasiocampa quercus: Habitat: saure Zwergstrauchheiden und Bergwiesen im Silvrettagebiet in 2100m NN (September 2010) Lasiocampa quercus: Habitat im Auenbereich des Lech bei Forchach (September 2010)

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen befressen vielerlei Stauden und Gehölze bzw. auch Zwergsträucher, besonders Salix, Calluna, Alnus, Rubus und Fabaceae

Lebensraumansprüche:
Im Tiefland besiedelt Lasiocampa quercus meist Moore, buschige Magerrasen mit Waldkontakt und lichte Auwälder sowie andere saum- und gehölzreiche, luftfeuchte Gebiete. Im Gebirge ist Lasiocampa quercus ab etwa 1200m bis 2300m NN eine der häufigsten und weitverbreitetsten Arten, besonders im Zwergstrauchgürtel.

Entwicklungszyklus:
Lasiocampa quercus weist einen sehr variablen Entwicklungszyklus mit zwei Hauptlinien auf:
Im Flachland wird eine Generation pro Jahr ausgebildet. Hier fliegen die Falter eher spät im Juli und August. Die Jungraupe überwintert und kann im Herbst und zeitigen Frühjahr (März bis April) an strauchigen Gehölzen wie Weiden oder Erlen in Säumen ruhend gefunden werden. Die eigentliche Überwinterung erfolgt bei dieser Art aber offenbar am Boden. Die Verpuppung erfolgt im Juni in einem Kokon in der Streuschicht, seltener auch erhöht.

Im Gebirge ist der Zyklus im allgemeinen mindestens zweijährig. Zunächst überwintert die junge bis halberwachsene Raupe, dann im zweiten Jahr die Puppe. Nach der ersten Überwinterung sind die dann größeren Raupen recht häufig zu beobachten. Im nächsten Frühjahr fliegen die Falter recht früh Ende Mai bis Anfang Juli (so Anfang Juni auf 2000 m im Silvretta-Gebiet), gelegentlich auch später.

Ob hier auch eine zweimalige Raupenüberwinterung vorkommt und wieviele Puppen auch ohne Überwinterung schlüpfen können bzw. wieviele Puppen mehrmals überwintern, bleibt zu untersuchen.

Gefährdung: stellenweise zurückgehend bzw. gefährdet

Gefährdungsursachen:
Im Tiefland geht Lasiocampa quercus teilweise stark zurück, so etwa im Illergebiet (Vernichtung lichter Strauchformationen, der Brennen und Dunkelwaldwirtschaft). In den Alpen ist Lasiocampa quercus noch sehr häufig und nicht gefährdet.

Bemerkungen:
Männchen sind tagaktiv, im Gebirge (ob auch im Tiefland?) auch die Weibchen (einige eigene Beobachtungen).

Lasiocampa quercus ist in fast ganz Europa und weiten Teilen des gemäßigten bis kalten Asien verbreitet, in Europa besonders häufig in den Gebirgen und in Skandinavien.


Dendrolimus pini | Euthrix potatoria | Gastropacha quercifolia | Lasiocampa trifolii | Macrothylacia rubi | Phyllodesma tremulifolia