Raupennahrungspflanzen:
Meist leben die Raupen an Epilobium, selten dagegen an der namensgebenden Oenothera. Am h�ufigsten findet man sie an Epilobium hirsutum, daneben auch oft an Epilobium angustifolium.
Lebensraumansprüche:
Proserpinus proserpina bewohnt feucht-warme Habitate wie Feuchtgebiete, Kiesgruben, Wiesengr�ben, Bachufer und Kahlschl�ge.
Entwicklungszyklus:
Es wird eine Generation im Mai/Juni ausgebildet. Die Eier werden gerne im Hitzestau an besonnten Grabenr�ndern abgelegt. Die Raupen findet man von Juni bis Mitte oder Ende August.
Gefährdung: gefährdet
Gefährdungsursachen:
In Mitteleuropa ist Proserpinus proserpina sehr wechselnd h�ufig. Bedroht ist der Falter durch Habitatverlust (Entw�sserung und Intensivierung). Bei Memmingen wurde um 2004 eine starke Population in einer Kiesgrube vernichtet, um einen Solarpark zu errichten. So wird deutlich, dass in unserer bedr�ngten Natur bereits jeder Eingriff - und sei er auch angeblich umweltschonend - zu negativen Ergebnissen f�hren kann, wenn daf�r nicht �kologisch wertlose Fl�chen, sondern bislang wenig genutzte Restbiotope herangezogen werden.
Bemerkungen:
Proserpinus proserpina ist seit Anfang des Jahrtausends in S�ddeutschland (z.B. Voralpenland) wieder h�ufiger aufgetaucht, besonders h�ufig 2003. Vielleicht geh�rt Proserpinus proserpina zu denjenigen, die von einer Klimaerw�rmung profitieren werden bzw. das schon tun.
Die Verbreitung reicht von Nordwestafrika bis China. In Europa ist sie auf w�rmere Regionen beschr�nkt. In Deutschland fehlt sie im Norden weitgehend, ist dort aber wohl in Ausbreitung begriffen.