Calliteara fascelina (Linnaeus, 1758) (Ginster-Streckfu�)


Calliteara fascelina: M�nnchen (e.l. Kanisfluh 2010) [S] Calliteara fascelina: M�nnchen (e.l. Kanisfluh) [S] Calliteara fascelina: M�nnchen (e.l. Bregenzer Wald, Kanisfluh) [S] Calliteara fascelina: Weibchen (e.l. Kanisfluh) [S] Calliteara fascelina: Falter [S] Calliteara fascelina: Eigelege (Kanisfluh, August 2010) [N] Calliteara fascelina: Eigelege (Kanisfluh, August 2010) [N] Calliteara fascelina: Eigelege R�ckseite [N] Calliteara fascelina: L1-Raupen am Gelege (ex Kanisfluh 2010) [S] Calliteara fascelina: L1 [S] Calliteara fascelina: Halbw�chsige Raupe (Kanisfluh, Mai 2010) [M] Calliteara fascelina: Raupe [S] Calliteara fascelina: Raupe [N] Calliteara fascelina: Raupe (Kanisfluh, Mai 2010) [S] Calliteara fascelina: Raupe (Kanisfluh, Mai 2010) [S] Calliteara fascelina: Raupe (Kanisfluh, Mai 2010) [M] Calliteara fascelina: Raupe (Kanisfluh, Mai 2010) [S] Calliteara fascelina: Kokon [S] Calliteara fascelina: Puppe (M�nnchen) [S] Calliteara fascelina: Larvalhabitat auf der Kanisfluh (Bregenzer Wald) in etwa 1600m NN, Mai 2010 [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen sind polyphag. Sie ern�hren sich oft von Fabaceae wie Ginster, Esparsette, Hufeisenklee (Hippocrepis) oder auch von Zwergstr�uchern (Salix, Vaccinium, Calluna etc.), letzeres vor allem im Alpenraum und sauren Heidegebieten, etwa in Norddeutschland.

Lebensraumansprüche:
Calliteara fascelina besiedelt Heidegebiete, D�nenlandschaften, Magerrasen, alpine Zwergstrauchheiden, Felsh�nge und �hnliche unged�ngte und h�chstens extensiv bewirtschaftete Lebensr�ume.

Entwicklungszyklus:
Calliteara fascelina �berwintert als Jungraupe. Die Raupe ist im Tiefland um Ende Mai ausgewachsen. Die Falter fliegen von Juni bis Anfang August. Im Hochgebirge d�rfte die Raupe oft (immer?) zweimal �berwintern. Fast ausgewachsene Larven fand ich etwa im Silvretta-Gebiet auf 2300m NN Anfang bis Mitte Juni, kurz nach der Schneeschmelze und im Verwall auf 1900m Ende Mai. Auf der Kanisfluh (Bregenzer Wald, 1700m NN) waren im Mai 2010 kleine Raupen zusammen mit solchen im letzten Stadium zu finden. Die Eiablage erfolgt meist an d�nnen Halmen oder St�ngeln. Solche, von der Afterwolle der Weibchen locker �berdeckte Gelege fand ich mehrfach auf der Kanisfluh im Juli/August 2010.

Gefährdung: stark gefährdet

Gefährdungsursachen:
Calliteara fascelina ist im Tiefland sehr stark r�ckl�ufig und h�lt sich nur mehr in gro�en Heidelandschaften, Truppen�bungspl�tzen auf Sand und einigen verheideten Mooren besser. Populationen in basischen Magerrasen sind sehr selten geworden. In den (Zentral)Alpen oberhalb der Waldgrenze ist der Falter jedoch noch weit verbreitet und regelm��ig zu finden.

Bemerkungen:
Die Verpuppung findet zumindest teilweise erh�ht an St�ngeln und Zweigen statt wie Kokonfunde im Silvretta-Gebiet an Zwergstr�uchern zeigen.

Die Gesamtverbreitung reicht von der Iberischen Halbinsel bis Ostasien (Amurgebiet). In Europa kommt Calliteara fascelina vom Norden Skandinaviens bis Spanien, Norditalien und zum n�rdlichen Balkan vor.



Calliteara fortunata | Calliteara pudibunda