Details zur ausgewählten Art
Eriogaster lanestris (Wollafter)

Eriogaster lanestris: Falter Eriogaster lanestris: Falter Eriogaster lanestris: Eigelege an Kirsche Eriogaster lanestris: Jungraupen Eriogaster lanestris: Raupennest Eriogaster lanestris: Raupennest an Schlehe (Kozani, Griechenland) Eriogaster lanestris: Raupennest Eriogaster lanestris: halbwüchsige Raupe Eriogaster lanestris: Raupe Eriogaster lanestris: Raupe Eriogaster lanestris: Kokon

Raupennahrungspflanzen:
Laubgehölze, vor allem Prunus, Pyrus, Betula, Tilia u.a. Sowohl an niedrigen Sträuchern als auch hoch in den Bäumen.

Lebensraumansprüche:
Verbuschende Magerrasen, lichte Wälder (Niederwälder), Hecken und Alleen.

Entwicklungszyklus:
Die Puppe überwintert im Kokon am Boden. Solche Kokons fand ich oft am Fuß von alten Linden, selbst entlang von Hauptstraßen. Der Falter fliegt an den ersten warmen Tagen im März-April. Die Eiablage erfolgt an oft dünnen Zweigen. Die Raupe lebt von Mai bis Juli gesellig in großen Beuteln, die an Alleebäumen oft recht auffällig sind. Bei bodennäherer Lebensweise kommt auch eine Vereinzelung der erwachsenen Tiere vor.

Gefährdung: gefährdet

Gefährdungsursachen:
Heute selten geworden und etwa nur mehr sehr lokal an Allen zu finden. Hier könnte eine Ursache in der direkt dem Boden aufliegend erfolgenden Mahd, den zu schmalen Straßenrandstreifen und der übermäßigen Salzbelastung (schadet den Kokons und der Wirtspflanze) durch meist völlig überdimensionierte winterlichen Streumitteleinsatz (vgl. die im Mai in Windrichtung tot wirkenden Autobahngehölze). Ansonsten durch Uniformisierung der Landschaft (Ausmerzung von Hecken, Dunkelwaldwirtschaft etc.) bedroht.


Eriogaster arbusculae | Eriogaster catax | Eriogaster rimicola