Raupennahrungspflanzen:
Gentiana cruciata. Entwicklung wie bei Maculinea alcon. Später leben die Raupen bei der Ameisenart u.a. Myrmica schencki.
Lebensraumansprüche:
Maculinea rebeli besiedelt Kalkmagerrasen mit Beständen der Nahrungspflanze und der Wirtsameise. Meist handelt es sich um etwas verbuschende Bestände.
Entwicklungszyklus:
Maculinea rebeli fliegt meist von Anfang Juni bis Anfang Juli in einer Generation. Gegen Ende der Flugzeit sind die Triebspitzen des Enzians meist übersät mit den kalkweißen Eiern.
Gefährdung: stark gefährdet
Gefährdungsursachen:
Maculinea rebeli erleidet Lebensraumverlust durch Eutrophierung und Verwaldung. Aber auch zu intensive Beweidung zur falschen Zeit kann durch Trittschäden fatal sein.
Bemerkungen:
Das Taxon ist wohl eher als Ökotyp von Maculinea alcon aufzufassen, wenn auch die Meinungen hierzu sehr geteilt sind. Häufiger als etwa am Nordrand der Schwäbischen Alb begegnete ich der Art in den südfranzösischen Alpen, wo selbst sehr isolierte, individuenarme Enzianbestände fast stets belegt waren.
Die bislang bekannte Verbreitung erstreckt sich von Nordspanien über das südöstliche Frankreich, weite Teile der Alpen (v.a. südlicher Teil) und mitteleuropäische Gebirge bis Südosteuropa (Nordgriechenland).