Raupennahrungspflanzen:
Brassicaceae und Reseda. Eier und Raupen fand ich in der Crau an Diplotaxix tenuifolia, in der Valle di Susa an Reseda.
Lebensraumansprüche:
Pontia daplidice besiedelt warm-trockenes Offenland. Am Mittelmeer lebt der Falter in Küstendünen, heißen Felsheiden etc. Auch in Mitteleuropa ist er mehr in sandigen, heißen Habitaten anzutreffen, meist als Wanderfalter. Er wandert offenbar nur sporadisch zu (in jüngerer Zeit nur mehr selten) und ist in Deutschland nur in den Sandgebieten der neuen Bundesländer derzeit bodenständig.
Entwicklungszyklus:
Es werden mehrere Generationen ausgebildet. Die Puppe überwintert. Falter können von April bis Oktober fliegen und sind im Spätsommer häufiger als im Frühjahr.
Gefährdungsursachen:
Nördlich der Alpen ist Pontia daplidice durch den Rückgang der Sandgebiete gefährdet, was etwa für bodenständige mitteldeutsche Populationen zutrifft. Im Südwesten kommt der Falter wohl nicht mehr bodenständig vor. Hier dürfte ein Grund im Verschwinden geeigneter xerothermer Flächen wie Magerrasen und extensiver, artenreicher Weinberge zu suchen sein. Darüber hinaus ist die Wanderdynamik und die Situation in Südeuropa bei einer etwaigen Gefährdungseinschätzung zu berücksichtigen.
Bemerkungen:
Der Komplex des Resedaweißlings besteht aus einer östliche Form/Art P. edusa, die von Mitteleuropa bis Ostasien vorkommt, und der westlichen P. daplidice (Nordafrika und Südwesteuropa bis Südwestdeutschland).