Raupennahrungspflanzen:
Malvengewächse, in Mitteleuropa meist Malva moschata und M. alcea, im Süden oft M. neglegta.
Lebensraumansprüche:
Carcharodus alceae besiedelt trockenwarme Offenlandbereiche mit der Raupennahrung wie Kalkmagerrasen, Ruderalflächen, Hochwasserdämme oder Steinbrüche. In Südeuropa ist der Falter ein Ubiquist, der auch im Siedlungsbereich ablegt.
Entwicklungszyklus:
Es werden mehrere Generationen pro Jahr ausgebildet. In Mitteleuropa sind es deren meist zwei mit Faltern von Ende April bis Juni und wieder von Mitte Juli bis Anfang September. Die Raupe überwintert meist ausgewachsen und verpuppt sich im Frühjahr ohne erneute Nahrungsaufnahme. Nach später Eiablage Ende August und im September beobachtete ich allerdings auch schon eine Überwinterung im vor- oder drittletzten Stadium.
Gefährdung: gefährdet
Gefährdungsursachen:
In Mitteleuropa ist auch diese Art gefährdet durch das Verschwinden von Magerrasen, Ruderalstellen (Überbauung!) und falsche, weil zu intensive Mahd von Hochwasserdämmen etwa am Rhein. Carcharodus alceae kommt wegen seines Wärmeanspruchs und der Seltenheit größerer Malvenbestände außerhalb der Wärmegebiete (Rhein, Ostdeutschland...) nur sehr zerstreut vor, so selten auf der östlichen Schwäbischen Alb.
Bemerkungen:
Carcharodus alceae ist von Südspanien über Süd- und Mitteleuropa bis nach Nordindien und China verbreitet.