Raupennahrungspflanzen:
Die Art lebt an Centaurea castellanoides. Lokal könnten zudem auch andere Centaurea-Arten genutzt werden, jedoch wurden bislang alle Raupen nur an C. castellanoides gefunden.
Lebensraumansprüche:
Die Raupen fand ich auf einer magerrasen-/garrigueartigen, breiten Leitungsschneise durch Kiefernwald in der Sierra de Huetor (Andalusien). Bei Santiago de la Espada nutzten die Raupen beweidete Garrigues, Felshänge und Magerweisen an einem Bachrand. Immer war ein gewisser Gehölzanteil gegeben.
Entwicklungszyklus:
Die noch halbwüchsigen Raupen wurden Ende März und Anfang April einzeln beobachtet. Sie verursachten Platzminen wie bei den verwandten Arten. Die Falter fliegen meist von Mai bis Anfang Juli und legen die Eier einzeln oder gruppenweise an die Nahrungspflanzen. Die Raupen gehen im Hoch- und Spätsommer in Ästivation und fressen im Herbst vor der Überwinterung nochmals. Sie können in unterschiedlichen Stadien überwintern, vermutlich auch manchmal mehrfach. Die Verpuppung erfolgt im Boden.
Bemerkungen:
Jordanita vartianae ist ein Endemit des mehr östlichen Spanien, von Andalusien (z.B. Granada) bis in den Süden Kataloniens.
Die Individuen (Srra. Huetor, Santiago de la Espada 2024) wurden von Herrn Tarmann (Insbruck) genitaluntersucht.