Details zur ausgewählten Art
Spialia sertorius (Wiesenknopf-Würfeldickkopf)

Spialia sertorius: Weibchen (Ostalb) Spialia sertorius: Weibchen Spialia sertorius: Unterseite Spialia sertorius: Portrait Spialia sertorius: Falter-Oberseite Spialia sertorius: Falter-Oberseite Spialia sertorius: Unterseite Spialia sertorius: Ei in Blütenköpfchen Spialia sertorius: Spätsommereier auf Blattoberseite Spialia sertorius: L2 im Frühjahr (Ostalb) Spialia sertorius: L3-Raupe (Schwäbische Alb) Spialia sertorius: Raupe am Ende des dritten Stadiums Spialia sertorius: Raupe, halberwachsen am Gehäuse mit Fraßspuren Spialia sertorius: Raupe im vorletzten Stadium Spialia sertorius: Raupe Spialia sertorius: Raupe (Ostalb) Spialia sertorius: Raupe (Ostalb) Spialia sertorius: Raupe (Wallis) Spialia sertorius: Raupe (Wallis) am Gehäuse. Gut erkennbar sind die bis auf die Rhachis abgefressenen Blätter Spialia sertorius: Puppe Spialia sertorius: Puppe Spialia sertorius: Puppe ventral Spialia sertorius: Puppe, lateral Spialia sertorius: typisches Habitat auf der Schwäbischen Alb: Wacholderheide mit Störstellen

Raupennahrungspflanzen:
Sanguisorba minor

Lebensraumansprüche:
Spialia sertorius bewohnt Kalkmagerrasen und Alpweiden (hier eher unter 1500 m NN). Magere und xerotherme Flächen, oft auch in felsigen Bereichen oder Steinbruchssukzessionen, werden bevorzugt besiedelt.

Entwicklungszyklus:
Die Überwinterung erfolgt als Raupe in unterschiedlichen Stadien (L1 bis L4). Spialia sertorius bildet oft eine partielle zweite Faltergeneration aus. Die Falter fliegen von Mai bis Anfang Juli und wieder von den letzten Julitagen bis weit in den September. Die Raupen, die keine zweite Generation ergeben, überwintern meist im vorletzten Stadium, solche von späten Eiablagen jünger (oft im ersten Stadium). Erstere sind nach der Überwinterung schon Anfang April verpuppungsreif, letztere erst im Lauf des Mai.

Gefährdung: stellenweise zurückgehend bzw. gefährdet

Gefährdungsursachen:
Gefährdet ist dieser Dickkopffalter durch Verbuschung und Verfilzung von Magerrasen. Er kommt aber noch an relativ vielen Stellen vor.

Bemerkungen:
Die Eiablage erfolgt oft in noch nicht ganz aufgeblühte Blütenköpfchen des Kleinen Wiesenknopfs, die der zweiten Generation hingegen auf der Blattoberseite.

Die Verbreitung reicht von Nordwestafrika bis Mitteleuropa (Deutschland, Westpolen, Tschechische Republik, Österreich, Italien, Slowenien). Weiter nach Südosten wird der Falter von Spialia orbifer ersetzt. Im Süden kommt er auch auf Meeresniveau vor, so in der Crau.


Erynnis tages | Spialia orbifer | Spialia phlomidis