Details zur ausgewählten Art
Hyles gallii (Labkraut-Schwärmer)

Hyles gallii: Falter Hyles gallii: Ei Hyles gallii: Jungraupe Hyles gallii: Raupe, halberwachsen Hyles gallii: Raupe, halberwachsen, dunkel Hyles gallii: Raupe, schwarz, vorletztes Stadium Hyles gallii: Raupe, schwarz Hyles gallii: Raupe Hyles gallii: Puppe Hyles gallii: Hybrid-Raupe gallii x euphorbiae Hyles gallii: Hybrid-Falter gallii x euphorbiae

Raupennahrungspflanzen:
Galium und Epilobium-Arten.

Lebensraumansprüche:
Hyles gallii besiedelt Kahlschläge, Straßenränder, Wiesengelände, vor allem aber Bergmatten (z.B. Wallis, Engadin).

Entwicklungszyklus:
Der Labkrautschwärmer ist ein Wanderfalter, dessen Herkunft und Bodenständigkeit schwer zu beurteilen sind. Raupen fand ich bei Memmingen unregelmäßig im Juli und August an Straßenrändern an Galium album und auf Kahlschlägen an Epilobium angustifolium, besonders häufig 2003. Da der Falter auch bei Raupenfunden von Ende August meist noch im Herbst schlüpft, scheint nur eine sehr schwache Diapauseneigung vorzuliegen (mehr temperaturabhängig?), die ein Vorkommen in tiefen Lagen nördlich der Alpen langfristig verhindert (Ausfall der im Herbst schlüpfenden Falter zumindest in wärmeren Gebieten, in kühleren eventuell stärkere Diapauseneigung). Eine Herkunft könnte in den ausgedehnten und an Weidenröschen reichen Berggebieten der Süd- und Zentralalpen zu suchen sein. Jedenfalls ist Hyles gallii dort ziemlich regelmäßig zu finden. Raupen fand ich etwa wiederholt im Wallis, selbst auf 2400 m NN an Wald-Weidenröschen.

Gefährdungsursachen:
Als Wanderfalter ist Hyles gallii nördlich der Alpen wenig gefährdet. Unzählige Raupen werden aber durch übertriebene Mahd der Staßenränder und sinnloses Ausmähen von Schonungen vernichtet. In den Herkunftsgebieten schmälern die immer intensivere Alpwirtschaft, der Skitourismus und auch die Überwaldung nach Brachfallen von extensiven Weiden die Lebensgrundlagen.

Bemerkungen:
Die Verbreitung reicht von den Pyrenäen über Zentral- und Teile Südeuropas bis Nordjapan. Typisch ist Hyles gallii für die Gebirge (z.B. Nepal usw.).


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