Details zur ausgewählten Art
Hyles vespertilio (Fledermaus-Schwärmer)

Hyles vespertilio: Falter Hyles vespertilio: Falter auf Kiesel getarnt Hyles vespertilio: Ei (Provence) Hyles vespertilio: Ei (Provence) Hyles vespertilio: Jungraupe Hyles vespertilio: L1-Raupe Hyles vespertilio: Jungraupe Hyles vespertilio: Jungraupe Hyles vespertilio: Jungraupe Hyles vespertilio: halbwüchsige Raupe, grün Hyles vespertilio: halbwüchsige Raupe, dunkel Hyles vespertilio: halbwüchsige Raupe (dunkel) Hyles vespertilio: Raupe im vorletzten Stadium (dunkel) Hyles vespertilio: Raupe Hyles vespertilio: Raupe nach der letzten Häutung Hyles vespertilio: Raupe Hyles vespertilio: Raupe, graue Form (häufig) Hyles vespertilio: Raupe auf Kies Hyles vespertilio: Habitat Hyles vespertilio: Habitat in der Provence: schuttreicher Hang mit vereinzelten Horsten von Epilobium dodonai. Es kommen zeitgleich zu H. vespertilio- und P. proserpina-Eiern auch Eier von Papilio alexanor vor.

Raupennahrungspflanzen:
In erster Linie fressen die raupen an Epilobium dodonai und seltener im Südalpenraum E. fleischeri oder weitere Epilobium-Arten.

Lebensraumansprüche:
Hyles vespertilio ist ein typischer Bewohner von Schotterflächen entlang von unbegradigten Flüssen, die aus den Alpen kommen. Bei uns kam der Falter nur am Oberrhein vor, ist dort aber wohl ausgestorben. Die besiedelten Schotterflächen weisen einzelne Büsche aus Sanddorn und Weiden (Salix eleagnos u.a.) auf. Daneben fand ich in den französischen Südalpen auch Raupen an einzelnen Epilobium-dodonai-Stauden an schotterigen Straßenrändern bis etwa 1600 m NN.

Entwicklungszyklus:
Es sind eine bis regelmäßig partiell zwei Generationen zu beobachten. Raupen aller Stadien und Eier fand ich im Juli und August 2003 im Walliser Rhonetal sehr häufig. Die erwachsenen Raupen verbergen sich tagsüber in beschatteten Bereichen am Fuß ihrer Nahrungspflanzen.

Gefährdung: vom Aussterben bedroht

Gefährdungsursachen:
Hyles vespertilio ist sehr stark bedroht durch die Einbetonierung und Kanalisierung der Alpenflüsse sowie großflächigen Kiesabbau. Infolge der Kanalisierung verbuschen die ehemaligen Kiesflächen. In Deutschland war Hyles vespertilio vor ihrer Ausrottung durch die jahrhundertelange Umgestaltung am Oberrhein zuletzt auf wenige kleinste Sekundärlebensräume in Kiesgruben abgedrängt.

Bemerkungen:
Hyles vespertilio ist nur lokal von Südfrankreich über die Alpen und den nördlichen Apennin und den Balkan verbreitet. Daneben findet sie sich nur mehr von der Türkei bis zum Kaukasus.


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