Raupennahrungspflanzen:
Fabaceae wie Lotus, Medicago und Trifolium (besonders repens). Auch Hippocrepis und Coronilla.
Lebensraumansprüche:
Colias hyale besiedelt Offenland. Meist sind es extensive Fettwiesen, etwa an Hochwasserdämmen, Rotklee- und Luzerneäcker (vor allem Falter) und seltener auch Magerrasen.
Entwicklungszyklus:
Meist werden drei Generationen pro Jahr ausgebildet, wobei die Frühjahrsgeneration sehr selten ist. Ursache sind hohe Verluste bei den überwinternden Raupen (geringere Kälteresistenz von Raupen und besonders der Futterpflanzen, Zusammenklatschen der höherwüchsigen und stickstoffreicheren Vegetation).
Gefährdung: stellenweise zurückgehend bzw. gefährdet
Gefährdungsursachen:
Colias hyale ist wegen der Grünlandintensivierung (Güllewirtschaft) ziemlich zurückgegangen. Der Falter kann aber besonders in sehr warmen Jahren auch noch häufig auftreten wie 2003, als Falter im Spätsommer zusammen mit Polyommatus icarus u.a. etwa um Memmingen in jeder Wiese auftraten. Grund ist die bei solchen r-Strategen hohe Vermehrungsrate, die die Wärme aufgrund ihres Polyvoltinismus besser ausnützen können als Arten mit nur einer Generation. Dazu kommt, dass die Tiere ihre Entwicklung in solchen Jahren auch in Güllewiesen oft noch abschließen können, da hier Faktoren wie eine kürzere Larvalentwicklung und eine aufgrund der Trockenheit verminderte Schnitthäufigkeit zusammentreffen. Durch die niedriger und lückiger wachsenden Wiesen war 2003 auch zusätzlich zum Hitzesommereffekt ein günstigeres Mikroklima vorhanden. Im Voralpenland waren die Wiesen zudem nicht so trocken, dass gar nichts mehr wuchs (Raupennahrung!) wie etwa in der Oberrheinebene an vergleichbaren Stellen. So konnte sich Colias hyale gut vermehren und sämtliche Wiesen besiedeln. Doch schon 2004 brachen die Populationen wieder zusammen (kühler Sommer, wüchsigere Wiesen mit häufigeren Schnitten und Güllegaben).
Bemerkungen:
Die Verbreitung reicht von Spanien über Mitteleuropa bis Asien (China).