Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen leben an Onobrychis-Arten wie Onobrychis montana, O. viciifolia oder O. saxatilis.
Lebensraumansprüche:
Cupido osiris besiedelt Magerrasen, B�schungen, Felsh�nge und magere M�hwiesen (einsch�rig). Tendenziell kommt Cupido osiris mehr in den Gebirgen vor, wenn sie auch beispielsweise in der Provence ziemlich tief herabsteigt (Massif de la Sainte Baume bis etwa 400m NN). In der Valle di Susa fliegt der Falter zusammen mit Polyommatus thersites in montanen, meist gem�hten Wiesen, die in den letzten Jahren leider sehr schnell mit Villen zugebaut werden. In Griechenland traf ich Falter ebenfalls zusammen mit P. thersites in Magerrasen dort an, wo Paliurus spina-christi etwas Schutz vor den Schafen bot.
Entwicklungszyklus:
Meist wird nur eine Generation von Ende April bis Juni ausgebildet (seltener in tiefen Lagen eine partielle zweite). Die Raupen leben an den Bl�ten und Fr�chten von Ende Mai bis Anfang August (je nach H�henlage). In den franz�sischen Hautes-Alpes (Durance-Tal) fand ich die Raupe Anfang Juli 2012 in etwa 1200m NN an Onobrychis saxatilis tags�ber im Bl�ten- oder Fruchtstand sitzend in einer xerothermen Stra�enb�schung (in der zwei Monate sp�ter die Raupen von Cucullia santonici zu finden waren). Die Pr�pupa �berwintert am Boden in der Streuschicht bzw. in der Basis von Grashorsten etc.
Gefährdungsursachen:
Hauptgef�hrdungsursachen sind in tieferen Lagen meist die Intensivierung (D�ngung, h�ufiger Schnitt), Aufforstung, Verbuschung oder �berbauung der Habitate.
In Deutschland war Cupido osiris nur von einer Stelle auf der Schw�bischen Alb bekannt, wo der Falter aber seit langem verschwunden ist. Er kommt noch im S�dwestalpenbereich etwas verbreiteter vor.
Bemerkungen:
Insgesamt reicht die Verbreitung von einigen Gebirgen Spaniens �ber S�dfrankreich, die S�dwestalpen (bis ins Wallis) und den Apennin bis zur Balkanhalbinsel. Ferner kommt Cupido osiris von der T�rkei bis weit nach Mittelasien hinein vor.