Raupennahrungspflanzen:
Wundklee (Anthyllis vulneraria), seltener auch Astragalus cicer (Ostalb) und Colutea arborescens (Kaiserstuhl, Literaturangabe). In den Alpen beobachtete ich die Eiablage auch an Oxytropis campestris.
Lebensraumansprüche:
Cupido minimus besiedelt Magerrasen aller Art mit Beständen der Nahrungspflanze.
Entwicklungszyklus:
Eine bis partiell zwei Generationen im Jahr. Im Tiefland fliegen die Falter meist von Mitte/Ende Mai bis Mitte Juli, im Hochgebirge (bis über 2500 m NN) von Juni bis August. 2007 waren bei dieser Art Falter in 1800 m NN an einem Südhang im Montafon bereits am 30. April zu beobachten! Die Eiablage erfolgt an Blütenkelche. Raupe lebt im Fruchtknoten, später auch außerhalb im Fruchtstand. Die voll ausgewachsene Raupe überwintert meist in dichten Grasbüscheln, wo auch die Verpuppung stattfindet. Im Wallis fand ich im April auf 1500m NN mehrere solcher Raupen in Festuca-Büscheln.
Gefährdung: stellenweise zurückgehend bzw. gefährdet
Gefährdungsursachen:
Wo Magerrasen noch häufiger sind, ist Cupido minimus nur schwach gefährdet. Sonst ist der Falter oftmals bereits ausgestorben, so im Illertal. In den Alpen ist der Falter die wohl häufigste Bläulingsart.
Bemerkungen:
Cupido minimus ist in Europa weit verbreitet und kommt in Asien bis etwa zur Mongolei vor. Die Populationen Südspaniens werden teilweise als eigene Art aufgefasst.