Raupennahrungspflanzen:
Die Art ist polyphag, doch oft werden die Raupen an Galium anisophyllon angetroffen.
Lebensraumansprüche:
Chelis simplonica besiedelt Bergmatten und -weiden oberhalb von etwa 2000m NN im südlichen Teil der Schweizer Alpen (Graubünden bis Wallis). Sehr zahlreich fand ich die Raupen beispielsweise im Walliser Mattertal (Täschalpe) in südexponierten, sehr trockenen und mageren Weiden mit Pyrgus carlinae zwischen 2200 und 2600 m NN.
Entwicklungszyklus:
Die Raupen machen zwei Überwinterungen durch und sind auch in Lagen um 2400 m NN bereits im Juni verpuppungsreif. Die Falter fliegen im Juli.
Gefährdungsursachen:
Chelis simplonica ist puntktuell durch touristische Erschließungsmaßnahmen gefährdet, teils aber auch durch unsinnige Bewässerung trockener Almwiesen bis in 2300 m NN, wie neuerdings noch auf der Täschalpe im Wallis. So etwas sollte nirgends mehr genehmigt werden!
Bemerkungen:
Chelis simplonica ist ein Endemit der Schweizer Zentralalpen (Wallis, Engadin), dürfte sich aber auch im direkt angrenzenden Italien noch nachweisen lassen.