Raupennahrungspflanzen:
Die Art ist polyphag, in allererster Linie werden aber Gr�ser wie Bromus erectus und besonders Festuca ovina agg. befressen.
Lebensraumansprüche:
Als Lebensr�ume dienen Sandfluren und niedrigw�chsige Magerrasen. In den jeweiligen Habitaten sind die Raupen ganz auf die magersten, am sch�ttersten bewachsenen Stellen fixiert. Spiris striata verschwindet schnell bei Verfilzung der Vegetation (etwa nach Beweidungsaufgabe), aber auch bei Koppelhaltung von Schafen.
In S�deuropa ist das besiedelte Spektrum weiter und teilweise deutlich in den mesophilen (aber dennoch sehr mageren) Bereich verschoben. So fand ich Falter im Falakron (Drama, Griechenland) in 1600m NN auf einer eher frischen Weide und in Andalusien auf wechselfeuchten Weiden mit Brenthis hecate. Am Fu�e des Olymp fand ich Falter in einer extrem trockenen Wiesensteppe in 200m NN bereits Mitte Mai 2010. In der Provence kommt Spiris striata in den meisten Trockenrasen und dar�ber hinaus auch auf grasigen Lichtungen in offenen Eichenw�ldern vor.
Entwicklungszyklus:
Die Falter fliegen in einer Faltergeneration im Juni und Juli. Vor allem in S�deuropa werden in tieferen Lagen teilweise zwei Generationen ausgebildet (Mai/Juni und Augsut/September).
Die M�nnchen ruhen gerne an Grasbl�ten und auch anderen Halmen und werden hier leicht aufgeschreckt. Dann setzen sie sich meist bereits einige Meter weiter wieder an �hnlicher Position ab. Die M�nnchen patrouillieren aber auch gelegentlich l�ngere Zeit im Habitat, um unverpaarte Weibchen zu lokalisieren. Diese sind wesentlich tr�ger und meist sofort nach dem Schlupf verpaart. Die Eier werden dann an Halme und St�ngel abgelegt.
Die zun�chst versteckt lebenden Raupen �ndern ab Anfang Oktober ihr Verhalten und sitzen dann offen bodennah oder erh�ht an Halmen etc., wo sie selbst bei Schneefall zu finden sind. In den letzten Stadien ab Ende April (Mitteleuropa) sind sie mit der zunehmenden Sonnenstrahlung wieder versteckter und besser morgens zu beobachten.
Gefährdung: gefährdet
Gefährdungsursachen:
Durch allgemeine Eutrophierung, Beweidungsaufgabe oder -verringerung in Wacholderheiden, Lebensraumverlust durch Aufforstung, �berbauung, Gesteinsabbau mit modernen Methoden und Verbuschung ist Spiris striata vor allem in Mitteleuropa stark r�ckl�ufig. Die Sandmagerrasenpopulationen haben zudem mit der Landwirtschaft (Spargelanbau und weitere Sonderkulturen) zu k�mpfen.
Bemerkungen:
Als Artnachweis ist die Raupensuche zu empfehlen, die bequem im Winterhalbjahr durchzuf�hren ist.
Die Gesamtverbreitung ist weitgehend auf Europa beschr�nkt und reicht von der Iberischen Halbinsel bis ins Baltikum und von S�dskandinavien bis nach Griechenland (im Norden Griechenlands etwa sehr verbreitet).