Spiris striata (Gestreifter Gras-Bär)

Spiris striata: Männchen (Oberpfälzer Jura) Spiris striata: Männchen (Schwäbische Alb) Spiris striata: Männchen Spiris striata: Männchen Spiris striata: Männchen Spiris striata: Männchen Spiris striata: Männchen in typischer Ruhestellung an Grasblüte Spiris striata: Männchen (Olympische Riviera, Griechenland, 200m NN, Mai 2010) Spiris striata: Männchen (Olympische Riviera, Griechenland, 200m NN, Mai 2010) Spiris striata: Männchen (Olympische Riviera, Griechenland, 200m NN, Mai 2010) Spiris striata: Männchen (Olympische Riviera, Griechenland, 200m NN, Mai 2010) Spiris striata: Weibchen Spiris striata: Weibchen Spiris striata: Weibchen Spiris striata: Weibchen Spiris striata: Weibchen Spiris striata: Kopula (Ostalb) Spiris striata: Kopula (Ostalb) Spiris striata: Kopula Spiris striata: frisches Eigelege Spiris striata: Eigelege Spiris striata: Eier nach einigen Tagen (Lupenobjektiv) Spiris striata: schlüpfende Jungraupen Spiris striata: schlüpfende Jungraupen Spiris striata: geschlüpfte Jungräupchen Spiris striata: halbwüchsige Raupe Spiris striata: Raupe im Schnee Spiris striata: halbwüchsige Raupe im Februar Spiris striata: halberwachsene Raupe Spiris striata: erwachsene Raupe Spiris striata: Raupe Spiris striata: Raupe Spiris striata: Raupe Spiris striata: Raupe Spiris striata: Raupe Spiris striata: Raupe Spiris striata: Raupe lateral Spiris striata: Puppe Spiris striata: Puppe (Weibchen) Spiris striata: Larvalhabitat: schütter mit Gras (Festuca guestfahlica, Bromus erectus u.a.) bewachsener, steinig-felsiger Magerrasen auf der Schwäbischen Alb Spiris striata: Habitat (Detail) Spiris striata: Habitat im Oberpfälzer Jura

Raupennahrungspflanzen:
Die Art ist polyphag, in allererster Linie werden aber Gräser wie Bromus erectus und besonders Festuca ovina agg. befressen.

Lebensraumansprüche:
Als Lebensräume dienen Sandmagerrasen und Kalkmagerrasen. In den jeweiligen Habitaten sind die Raupen ganz auf die magersten, am schüttersten bewachsenen Stellen fixiert. Spiris striata verschwindet schnell bei Verfilzung der Vegetation (etwa nach Beweidungsaufgabe), aber auch bei Koppelhaltung von Schafen. In Südeuropa ist das besiedelte Spektrum weiter und teilweise deutlich in den mesophilen (aber dennoch sehr mageren) Bereich verschoben. So fand ich Falter im Falakron (Drama, Griechenland) in 1600m NN auf einer eher frischen Weide und in Andalusien auf wechselfeuchten Weiden mit Brenthis hecate.

Entwicklungszyklus:
Die Falter fliegen in einer Faltergeneration im Juni und Juli. Die zunächst versteckt lebenden Raupen ändern ab Anfang Oktober ihr Verhalten und sitzen dann offen bodennah oder erhöht an Halmen etc., wo sie selbst bei Schneefall zu finden sind. In den letzten Stadien ab Ende April sind sie mit der zunehmenden Sonnenstrahlung wieder versteckter und besser morgens zu beobachten.

Gefährdung: gefährdet

Gefährdungsursachen:
Durch allgemeine Eutrophierung, Beweidungsaufgabe oder -verringerung in Wacholderheiden, Lebensraumverlust durch Aufforstung, Überbauung, Gesteinsabbau mit modernen Methoden und Verbuschung ist Spiris striata stark rückläufig. Die Sandmagerrasenpopulationen haben zudem mit der Landwirtschaft (Spargelanbau und weitere Sonderkulturen) zu kämpfen.

Bemerkungen:
Als Artnachweis ist die Raupensuche zu empfehlen, die bequem im Winterhalbjahr durchzuführen ist. In Südeuropa entwickeln sich teilweise zwei Generationen (etwa in Spanien).

Die Gesamtverbreitung ist weitgehend auf Europa beschränkt und reicht von der Iberischen Halbinsel bis ins Baltikum und von Südskandinavien bis nach Griechenland (im Norden Griechenlands etwa sehr verbreitet).


Coscinia cribraria