Details zur ausgewählten Art
Satyrium spini (Kreuzdorn-Zipfelfalter)

Satyrium spini: Falter (Spanische Westpyrenäen, Aisa, 1700m NN, Juli 2010) Satyrium spini: Falter (Askion-Gebirge, Griechenland, Juli 2010) Satyrium spini: Falter auf Buphthalmum salicifolium Satyrium spini: Falter Satyrium spini: Eier in Astgabel Satyrium spini: Ei Satyrium spini: L1 Satyrium spini: L1 Satyrium spini: Jungraupe Satyrium spini: Raupe im vorletzten Stadium Satyrium spini: Raupe im vorletzten Stadium Satyrium spini: Raupe Satyrium spini: Raupe Satyrium spini: Raupe im letzten Stadium Satyrium spini: Puppe Satyrium spini: Puppe Satyrium spini: Puppe

Raupennahrungspflanzen:
Rhamnus catharticus, auch andere Rhamnus-Arten und laut Literatur auch Frangula alnus

Lebensraumansprüche:
Satyrium spini besiedelt warme, gehölzbestimmte Bereiche wie buschige Felshänge, Magerrasen, sehr lichte Auwälder u.a. Larvalhabitat sind niedrigwüchsige, besonnte, aus wenigen Trieben bestehende Jungsträucher von wenigen Zentimeter bis etwa 1,5m Höhe. In den Alpen leben die Raupen gerne an Rhamnus pumila und R. saxatilis an Felsen. Alte, hohe Büsche - etwa in Hecken - werden nicht genutzt.

In Magerrasengebieten finden sich die Falter oft in mergeligen, im Frühjahr wechselfeuchten Beständen mit Buphthalmum salicifolium, einer beliebten Saugpflanze.

Entwicklungszyklus:
Satyrium spini überwintert als Ei. Die Raupe ist erst Anfang bis Mitte Juni ausgewachsen. Die Falter fliegen von Ende Juni bis Anfang August. Die Eier werden einzeln oder in kleinen Gruppen von meist 2-4 Eiern in Astgabeln oder an der Astbasis etc. abgelegt.

Gefährdung: gefährdet

Gefährdungsursachen:
Durch Lebensraumverlust (Überbauung, Sukzession und andererseits auch falsche Pflegemaßnahmen mit radikaler Entbuschung, Aufforstungen, Umwandlung lichter Wälder in Monokulturen, Aufgabe traditioneller Niederwaldwirschaft an warmen Hängen) ist Satyrium spini in manchen Gebieten stark gefährdet. Vor allem flächiges Entfernen der Gehölze erfasst auch die kleinen, für Satyrium spini bedeutsamen Rhamnus-Sträucher.
So wurde die letzte Population des Landkreises Heidenheim auf der östlichen Schwäbischen Alb (Höllteich/Ohrberg bei Fleinheim) durch völlig einseitige Pflegemaßnahmen (viel zu intensive Gehölzpflege, Mahd) völlig ausgerottet. Die letzten 3 Eier fand ich hier im März 2009.

In Teilen Südeuropas wie auch in den Südwestalpen (hier bis über 2000m NN, etwa Hautes-Alpes) ist Satyrium spini noch weniger gefährdet und stellenweise sogar zahlreich.

Bemerkungen:
Satyrium spini ist leicht als Ei nachzuweisen.

Die Verbreitung reicht über weite Teile Süd- und Mitteleuropas und Kleinasien bis zum Iran.


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