Details zur ausgewählten Art
Satyrium w-album (Ulmen-Zipfelfalter)

Satyrium w-album: Männchen-Unterseite Satyrium w-album: Falter Satyrium w-album: Weibchen (Olymp, Juli 2010) Satyrium w-album: Ei Satyrium w-album: Ei Satyrium w-album: Ei Satyrium w-album: Ei, von einem Prädator aufgehackt, November 2009, Ostalb Satyrium w-album: L1 direkt nach dem Schlupf Satyrium w-album: L1 gegen Ende dieses Stadiums Satyrium w-album: Halberwachsene Raupe Satyrium w-album: Raupe Satyrium w-album: Raupen, rechts Verfärbung vor der Verpuppung Satyrium w-album: Raupe Satyrium w-album: Puppe Satyrium w-album: Puppe Satyrium w-album: Puppe Satyrium w-album: Die Puppe wird im Freiland zumindest teilweise zwischen Blättern angesponnen (Schwäbische Alb, Mai 2008), zum anderen Teil aber wohl an Rinde oder bodennah.

Raupennahrungspflanzen:
Ulmus-Arten, sehr oft Ulmus glabra

Lebensraumansprüche:
Der Lebensraum ist vielgestaltig und von der Raupennahrung bestimmt. Er reicht von Einzelbäumen in der Landschaft über buschige Magerrasen auf der Schwäbischen Alb mit einzelnen Ulmus glabra bis hin zu Schlucht- und anderen Wäldern.

Entwicklungszyklus:
Das Ei bzw. besser die Raupe überwintert innerhalb der Eihülle. Die Raupe ist Mitte bis Ende Mai ausgewachsen und die Falter fliegen Mitte Juni bis Mitte Juli.

Gefährdung: gefährdet

Gefährdungsursachen:
Ursprünglich war Satyrium w-album einer der häufigsten und verbreitetsten Zipfelfalter. Durch das Ulmensterben it sie aber extrem zurückgegangen und etwa bei Memmingen um 1995 ausgestorben. In Gegenden, wo sich die Ulmen noch besser gehalten haben, ist sie aber noch durchaus verbreiteter und jahrweise häufig, da ihr nur wenige oder gar nur ein Baum für halbwegs stabile Kleinpopulationen ausreichen können. Zudem ist Satyrium w-album gefährdet durch Fichtenmonokulturen.

Bemerkungen:
Falterbeobachtungen, etwa an beliebten Saugpflanzen wie Sambucus ebulus, sind eher selten. Sehr einfach nachzuweisen, wie etwa auch S. spini, Q. quercus oder S. ilicis, ist Satyrium w-album durch die winterliche Eisuche. Eier von Satyrium w-album findet man, indem man die Oberseite der untersten Zweige blühfähiger Bäume absucht. Meist sind die Eier an der Basis von Blattknospen (kaum an Blütenknospen) subterminaler Seitenzwege zu finden. Alternativ sind auch die ausgewachsenen Raupen an Blattunterseiten unterster Äste um Mitte bis Ende Mail leicht zu finden.
Die Gesamtverbreitung reicht von Nordspanien über weite Teile Europas und den Gürten der sommergrünen Laubwälder im gemäßigten Asien bis Japan.


Satyrium acaciae | Satyrium esculi | Satyrium ilicis | Satyrium ledereri | Satyrium pruni | Satyrium spini