Raupennahrungspflanzen:
Ulmus-Arten, sehr oft Ulmus glabra
Lebensraumansprüche:
Der Lebensraum ist vielgestaltig und von der Raupennahrung bestimmt. Er reicht von Einzelbäumen in der Landschaft über buschige Magerrasen auf der Schwäbischen Alb mit einzelnen Ulmus glabra bis hin zu Schlucht- und anderen Wäldern.
Entwicklungszyklus:
Das Ei bzw. besser die Raupe überwintert innerhalb der Eihülle. Die Raupe ist Mitte bis Ende Mai ausgewachsen und die Falter fliegen Mitte Juni bis Mitte Juli.
Gefährdung: gefährdet
Gefährdungsursachen:
Ursprünglich war Satyrium w-album einer der häufigsten und verbreitetsten Zipfelfalter. Durch das Ulmensterben it sie aber extrem zurückgegangen und etwa bei Memmingen um 1995 ausgestorben. In Gegenden, wo sich die Ulmen noch besser gehalten haben, ist sie aber noch durchaus verbreiteter und jahrweise häufig, da ihr nur wenige oder gar nur ein Baum für halbwegs stabile Kleinpopulationen ausreichen können. Zudem ist Satyrium w-album gefährdet durch Fichtenmonokulturen.
Bemerkungen:
Falterbeobachtungen, etwa an beliebten Saugpflanzen wie Sambucus ebulus, sind eher selten. Sehr einfach nachzuweisen, wie etwa auch S. spini, Q. quercus oder S. ilicis, ist Satyrium w-album durch die winterliche Eisuche. Eier von Satyrium w-album findet man, indem man die Oberseite der untersten Zweige blühfähiger Bäume absucht. Meist sind die Eier an der Basis von Blattknospen (kaum an Blütenknospen) subterminaler Seitenzwege zu finden. Alternativ sind auch die ausgewachsenen Raupen an Blattunterseiten unterster Äste um Mitte bis Ende Mail leicht zu finden.
Die Gesamtverbreitung reicht von Nordspanien über weite Teile Europas und den Gürten der sommergrünen Laubwälder im gemäßigten Asien bis Japan.