Raupennahrungspflanzen:
Rumex-Arten wie R. scutatus, R. acetosella u.a.
Lebensraumansprüche:
Lycaena virgaureae ist ein Nadelwaldbewohner eher kühl-feuchter Kontinentallagen. Damit sind aber keine lichtarmen Fichtenmonokulturen gemeint, sondern urwüchsige, lichte Wälder mit Waldlückensystemen und grasigen Lichtungen sowie Hochstaudenfluren und Lichtungen. In Deutschland kommt Lycaena virgaureae noch in einigen Mittelgebirgen wie dem Schwarzwald oder dem Bayerischen Wald vor, am Alpenrand selten in Fichtenwäldern. In den Alpen südlich von Deutschland ist der Falter hingegen noch recht weit verbreitet und manchmal häufig (Reschenpass, Walliser Täschalpe). Dort werden gerne Schuttfluren mit Rumex scutatus in lichtem Lärchenwald besiedelt. Aber auch hier (beispielsweise im Rätikon) ist die schöne Art stellenweise durch Intensivierung stark abnehmend.
Entwicklungszyklus:
Lycaena virgaureae fliegt in einer Generation im Hochsommer (Juli bis August, in Hochlagen noch Anfang September). Die Raupe überwintert im Ei, welches meist an trockenen Pflanzenteilen in der Nähe der Raupennahrung angeheftet wird. Die Jungraupe schüttelte ich Ende Mai in 2100 m NN auf der Walliser Täschalpe aus Polstern von R. scutatus.
Gefährdung: stark gefährdet
Gefährdungsursachen:
In Mitteleuropa nördlich der Alpen ist Lycaena virgaureae durch Entsaumung der Wälder vom Aussterben bedroht, im Alpenraum in Tieflagen ebenfalls oft gefährdet (Intensivierung, Aufgabe der Waldweide, touristische Erschließungen).
Bemerkungen:
Der Falter scheint weiße Blüten vom Asteraceae-Typ zu bevorzugen. Ende August beobachtete ich auf der Täschalpe zahlreiche Falter an Achillea millefolium. Die Gesamtverbreitung reicht von Spanien bis zur Mongolei, wobei Westeuropa nur sehr lokal besiedelt wird.