Details zur ausgewählten Art
Pyrgus sidae (Gelber Würfeldickkopf)

Pyrgus sidae: Weibchen-Oberseite Pyrgus sidae: Weibchen Pyrgus sidae: Männchen-Oberseite Pyrgus sidae: Falter-Unterseite Pyrgus sidae: Weibchen-Unterseite Pyrgus sidae: Weibchen-Unterseite Pyrgus sidae: Ei im Blütenboden von Potentilla hirta Pyrgus sidae: Ei Pyrgus sidae: Eiraupe, Eihülle oberhalb Pyrgus sidae: L2-Raupe Pyrgus sidae: aestivierende Raupe, Gehäuse geöffnet Pyrgus sidae: aestivierende Raupe Pyrgus sidae: ästivierende Raupe (Askiongebirge, Griechenland, Juli 2009), Gehäuse leicht geöffnet Pyrgus sidae: ästivierende Raupe (Askiongebirge, Griechenland, Juli 2009), Gehäuse völlig geöffnet Pyrgus sidae: Gehäuse an Potentilla hirta, Herbst Pyrgus sidae: Raupe nach der letzten Häutung Pyrgus sidae: Raupe Pyrgus sidae: Raupe Pyrgus sidae: Raupe Pyrgus sidae: Puppe Pyrgus sidae: Puppe Pyrgus sidae: Puppe Pyrgus sidae: Habitat bei Marseille Pyrgus sidae: Potentilla hirta, die Nahrungspflanze der Raupe Pyrgus sidae: Habitat in Nordgriechenland: Lichtung auf 1500 m NN im Fagus-orientalis-Wald Pyrgus sidae: Potentilla recta, Eiablagesubstrat in Griechenland

Raupennahrungspflanzen:
In der Provence fand ich Eier und Raupen an Potentilla hirta (vgl. auch die Beobachtungen von Nel), in Griechenland P. recta (Ei- und Raupenfunde im Falakron und bei den Prespa-Seen).

Lebensraumansprüche:
Pyrgus sidae bewohnt Lichtungen in Flaumeichenwäldern der mediterranen und supramediterranen Stufe. In der Provence lebt der Falter im Massif de la Sainte Baume gerne in trockenen Bachschluchten und an Wegrändern in lichten Eichenwäldern. Ich fand ausgewachsene Raupen im April und solche im L3-Stadium im September.

Entwicklungszyklus:
Pyrgus sidae überwintert nach Nel (1984) und eigenen Beobachtungen als L4. Die Flugzeit dauert von Ende Mai bis Juni oder Juli. Ich fand Falter und Eier Ende Mai in der Provence (400 m NN) und Mitte Juli 2006 in Griechenland (1500 m NN). Die Raupe macht zumindest in tieferen Lagen als L3 eine Sommerruhe durch, wobei sie in einigen Zentimeter Höhe in dann noch grünen Blättern der verwelkenden Blütentriebe von P. hirta vor Hitze etwas geschützt ein Gehäuse anfertigt. In Griechenland fand ich Mitte Juli 2009 ästivierende Raupen zusammen mit Eiern von Pyrgus cinarae (diese meist an der Kelchunterseite) in vollständig vertrockneten Fruchttrieben von Potentilla recta und P. hirta in aus deren Stängelblättern gefertigten Gehäusen.

Gefährdungsursachen:
In der Provence und in Spanien ist Pyrgus sidae an den wenigen Standorten wohl durchaus gefährdet (Lebensraumverlust), im Osten (z.B. Griechenland, Türkei) hingegen dank der relativ weiten Verbreitung kaum.

Bemerkungen:
In Europa ist diese Art einzigartig durch die gelben Bänder der Hinterflügel-Unterseite.
Sie kommt von Spanien (wird dort nur in einem sehr kleinen Gebiet gefunden) über Südfrankreich und Teile Italiens bis Südosteuropa (Balkan) vor. Darüber hinaus ist sie von der Türkei bis zum Tienschan verbreitet.


Pyrgus accretus | Pyrgus alveus | Pyrgus andromedae | Pyrgus armoricanus | Pyrgus bellieri | Pyrgus cacaliae | Pyrgus carlinae | Pyrgus carthami | Pyrgus cinarae | Pyrgus cirsii | Pyrgus malvae | Pyrgus malvoides | Pyrgus onopordi | Pyrgus serratulae | Pyrgus warrenensis