Aphantopus hyperantus (Schornsteinfeger)

Aphantopus hyperantus: Falter Aphantopus hyperantus: Unterseite (Ostalb 2011) Aphantopus hyperantus: Unterseite (Ostalb 2011) Aphantopus hyperantus: Oberseite (Ostalb, Juli 2011) Aphantopus hyperantus: Oberseite (Ostalb, Juli 2011) Aphantopus hyperantus: Oberseite (Weibchen) Aphantopus hyperantus: Falter Aphantopus hyperantus: Falter Aphantopus hyperantus: Unterseite Aphantopus hyperantus: Kopula Aphantopus hyperantus: Kopula Aphantopus hyperantus: Kopula Aphantopus hyperantus: Eier Aphantopus hyperantus: Jungraupe im März Aphantopus hyperantus: Raupe Aphantopus hyperantus: Raupe Aphantopus hyperantus: Raupe Aphantopus hyperantus: Raupe lateral Aphantopus hyperantus: Raupe Aphantopus hyperantus: Puppe Aphantopus hyperantus: Puppe

Raupennahrungspflanzen:
Gräser

Lebensraumansprüche:
Aphantopus hyperantus besiedelt grasbestandene Plätze aller Art, solange sie nur maximal ein- oder (seltener) zweimal gemäht werden oder ungemäht sind. In Wacholderheiden werden meist nur geringe Abundanzen erreicht. In Feuchtwiesen oder auf Waldlichtungen sind hingegen auch sehr hohe Abundanzen möglich. Auch in Naturgärten mit Extensivwiesen findet sich diese Art schnell ein.

Entwicklungszyklus:
Die Raupe überwintert recht klein. Im Frühjahr fand ich sie vielfach tagsüber am Boden an der Basis der Gräser oder sogar unter Moos. Die Falter erscheinen meist Ende Juni und fliegen bis August. Interessanterweise fliegen sie in den Alpen auf ca. 1200 m NN früher als im Voralpenland um 600 m NN, so dass in diesen höheren Lagen eine Überwinterung in etwas fortgeschritteneren Larvalstadien zu vermuten ist.

Gefährdungsursachen:
In der Gesamtheit ist der Falter als euryöke Art ungefährdet und häufig, doch im Intensivgrünland wie auch in dichten Fichtenforsten fehlt auch er völlig und ist insgesamt sehr wohl auch schon rückläufig. So wurden Populationen im Memminger Stadtbereich, die früher an Bahndämmen und ähnlichen Stellen häufig waren, heute durch übertriebene Pflege, Gehölzpflanzungen und Anlage von Wegen ausgerottet. Im Wald wirkt die Entsaumung bestandsmindernd.

Bemerkungen:
Die Verbreitung reicht von Nordspanien vor allem über Mitteleuropa und das gemäßigte Asien bis Korea.


Hyponephele lycaon | Maniola jurtina | Melanargia galathea