Raupennahrungspflanzen:
Vor allem Weiden und Birken.
Lebensraumansprüche:
Nymphalis antiopa bewohnt großflächige Wälder, vor allem im kühl-feuchten, montanen Bereich. Nur selten findet sie sich in Jahren größerer Abundanz auch in Parks.
Entwicklungszyklus:
Eine Generation. Überwinterte Falter fliegen von April bis Juni, manchmal noch Anfang Juli. Die Raupen findet man von Juni bis August. Die Herbstfalter erscheinen im August/September.
Gefährdung: gefährdet
Gefährdungsursachen:
Durch Monotonisierung der Wälder, Ausputzen der wertlosen Nahrungspflanzen, dichte Nadelholzaufforstung und Zerstückelung der Wälder ist Nymphalis antiopa gefährdet. Der Falter weist aber auch selbst ausgeprägte Abundanzzyklen (eventuell auch von Parasitoiden beeinflusst) auf. So war Nymphalis antiopa um 1990-1996 recht häufig als Falter und Raupe bei Memmingen und auf der Adelegg (präalpiner Gebirgsstock zwischen Kempten und Isny). Seither suche ich sie dort allerdings wieder vergeblich. Andernorts wie am oberbayerischen Alpenrand wurde der Falter etwa 2004-2007 regelmäßig beobachtet (Mario Peluso, Ulrich Rau).
Bemerkungen:
Die Verbreitung ist holarktisch. Nymphalis antiopa kommt von Nordspanien über Europa und das gemäßigte Asien bis Nordamerika vor.