Proterebia afra

Proterebia afra: Männchen Proterebia afra: Oberseite Proterebia afra: Oberseite Proterebia afra: Oberseite Proterebia afra: Männchen Proterebia afra: Falter (Askion, Mai 2011) Proterebia afra: Unterseite Proterebia afra: Ei Proterebia afra: L1 Proterebia afra: L1 Proterebia afra: halbwüchsige Raupe Proterebia afra: Raupe im vorletzten Stadium Proterebia afra: Raupe im letzten Stadium, lateral Proterebia afra: Raupe im letzten Stadium Proterebia afra: Raupe Proterebia afra: Puppe lateral Proterebia afra: Puppe ventral Proterebia afra: Puppe dorsal Proterebia afra: Eiablagehabitat: Festuca-Büschel Proterebia afra: Habitat in Nordgriechenland bei Kozani, Anfang Mai 2008

Raupennahrungspflanzen:
Die Eiablage beobachtete ich in Griechenland ausschließlich in Horste von Festuca ovina agg., obwohl zahlreiche weitere Gräser zur Verfügung standen.

Lebensraumansprüche:
Proterebia afra besiedelt steinige, beweidete Magerrasenhänge, die im Sommer sehr heiß und trocken sind.

Entwicklungszyklus:
Die Falter fliegen im April und Mai. Die Eier werden in die Horste von Festuca ovina agg. abgelegt, wobei die Eier nicht haften, sondern zur Horstbasis kollern. An guten Fundstellen können die Eier leicht gefunden werden, da sie von oben meist gut sichtbar sind. Die Jungraupen (vermutlich nach der zweiten Häutung) übersommern (geringere Aktivität) und wachsen im feuchteren Herbst rasch heran. Die Überwinterung erfolgt im letzten Stadium, wobei selbst bei Temperaturen von knapp unter 0 Grad Celsius nachts noch Nahrung aufgenommen wird (Zuchtbeobachtung). Die Verpuppung erfolgt im Vorfrühling (März, Anfang April).

Gefährdungsursachen:
Die sehr lokalen Vorkommen sind duurch Nutzungsänderungen aller Art hochgradig bedroht (Brachfallen, Überbauung etc.) und sollten geschützt werden.

Bemerkungen:
Das Vorkommen der typischen Steppenart beschränkt sich in Europa auf wenige Fundstellen in Kroatien und Nordgriechenland. Daneben kommt der Falter von der Türkei und der Krim ab im Steppengürtel nach Osten bis Kasachstan vor.