Raupennahrungspflanzen:
Gräser wie Festuca ovina und Bromus erectus.
Lebensraumansprüche:
Arethusana arethusa besiedelt Mischhabitate von lückigen, mageren Magerrasen, versaumenden, höherwüchsigen Bereichen mit Grasfilz und gehölzbetonten Stellen wie etwa Flaumeichenwälder.
Entwicklungszyklus:
Die Überwinterung erfolgt als L1. Die Raupen sind im Frühjahr leicht tagsüber bei feuchter, zumindest sonnenloser Witterung an den Gräsern bodennah zu finden. Die Falter fliegen ab Ende Juli/Anfang August bis September.
Gefährdung: 0
Gefährdungsursachen:
In Deutschland kam Arethusana arethusa früher am Oberrhein vor. Vermutlich durch Habitatverlust, Klimaextreme und eventuell Sammeln ist sie dort ausgestorben, wobei die Einzelheiten unklar sind (Ebert & Rennwald 1991).
Bemerkungen:
Im Süden findet sich Arethusana arethusa noch regelmäßiger. Interessanterweise befinden sich alle mir bekannten Populationen in der italienischen Valle di Susa sowie in der Provence in der Umgebung von Bromus-erectus-reichen Magerrasen, wenn auch Raupenfunde Anfang Mai in der Provence mehr an Festuca ovina agg. im lichten Unterholz von Flaumeichen einige 10 Meter neben den Magerrasen gelangen.
Die Gesamtverbreitung reicht von Marokko über den Süden Europas bis weit nach Asien (Tien Shan).