Issoria lathonia (Kleiner Perlmuttfalter)

Issoria lathonia: Oberseite Issoria lathonia: Falter (Pindos, Nordgriechenland, Juli 2011) Issoria lathonia: Weibchen (Ostalb, Juli 2011) Issoria lathonia: Oberseite Issoria lathonia: Kopula Issoria lathonia: Unterseite Issoria lathonia: halberwachsene Raupe Issoria lathonia: halbwüchsige Raupe (Griechenland, Olymp, Mai 2010) Issoria lathonia: Raupe (Olymp) Issoria lathonia: Raupe (Olymp) Issoria lathonia: Raupe (Olymp) Issoria lathonia: Raupe Issoria lathonia: Raupe (Simplon-Pass, Ende August 2007) Issoria lathonia: Puppe Issoria lathonia: Puppe Issoria lathonia: Puppe

Raupennahrungspflanzen:
Viola-Arten. In Ackergebieten wird meist Viola arvensis befressen, in Magerrasengebieten oft Viola hirta.

Lebensraumansprüche:
Issoria lathonia besiedelt Offenland aller Art, solange Raupennahrung vorhanden ist. Der Falter kommt derzeit kleinflächig sogar im Allgäu vor, etwa an Magerrasenböschungen oder Ackerrainen. Besonders häufig ist er in Ackerbaugebieten auf Kalk oder Sand. Eiablagen beobachtete ich in Wacholderheiden an Ästchen und Blättern sowie der Raupennahrung Viola hirta sowie auf Äckern an Halmen und V. arvensis. In den Alpen steigt Issoria lathonia bis 2500 m NN, ist hier aber wohl nur in den Südalpen bodenständig. So fand ich eine ausgewachsene Raupe auf 2300 m NN am Simplonpass im Wallis.

Am Olymp in 1000m NN fand ich im Mai 2010 Raupen an einer Schuttstelle am Waldrand an Viola arvensis.

Entwicklungszyklus:
Issoria lathonia bildet mehrere Generationen pro Jahr aus. Die Raupe überwintert meist als L4 und ist an den ersten sonnigen Vorfrühlingstagen bereits aktiv. Erste Falter beobachtete ich auf der Schwäbischen Alb bereits im April. Letzte Falter der mutmaßlich dritten Generation lassen sich noch Ende Oktober registrieren.

Gefährdungsursachen:
Nach einem Bestandstief wurde Issoria lathonia in den letzten Jahren sehr häufig und dürfte wenig gefährdet sein. Hauptsächlich die Intensivierung in der Landwirtschaft (Überdüngung, Spritzung) dürfte aber in der Tat die verfügbare Habitatfläche stark einschränken.

Bemerkungen:
Die Gesamtverbreitung reicht von Nordafrika über Europa und Asien b is Indien und zur Mongolei.


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