Raupennahrungspflanzen:
Meistens lebt die Raupe an Erdbeerbaum (Arbutus unedo und im östlichen Mittelmeergebiet A. andrachne). Gelegentlich werden auch weitere Pflanzen genutzt, so Osyris quadripartita in Andalusien.
Lebensraumansprüche:
Am typischsten ist der Falter für die küstennahe Baummacchie und sehr lichte Wälder oder buschige Hänge mit Kiefern, Erica und Erdbeerbaum. Er dringt aber auch in weitere Standorte des Erdbeerbaums ein und ist als flugtüchtige Art gelegentlich weitab geeigneter Habitate zu beobachten.
Entwicklungszyklus:
Charaxes jasius bildet zwei Generationen aus. Die Raupe überwintert offen auf einem Blatt (Sitzpolster) und ist fast durchgängig fressaktiv. Ende März 2008 waren auf Mallorca fast alle Raupen bereits verpuppt, die übrigen kurz davor. Die Verpuppung findet offenbar meist mehr oder weniger weit entfernt vom befressenen Busch statt, da trotz zahlreicher Fraßspuren keine Puppe am Strauch auffindbar war und die Raupen vor der Verpuppung eine mehrstündige intensive Wanderphase durchmachen. Die Falter fliegen ab Mitte oder Ende April, die der Folgegeneration ab August bis in den Oktober. Demnach leben die Raupen, die die Spätsommerfalter ergeben, etwa im Juni und Juli, wohl auch noch Anfang August. Die Falter saugen gerne an Aas, Kot und Früchten.
Gefährdungsursachen:
Charaxes jasius verlor bereits massiv Habitatfläche durch die Übernutzung der mediterranen Küstengebiete durch Siedlungen und den Massentourismus. Am häufigsten ist sie noch im Südosten, etwa auf den südostägäischen Inseln wie Rhodos und in Süditalien.
Bemerkungen:
Die Gesamtverbreitung reicht vom äquatorialen Afrika über Südeuropa bis Westasien. In Europa werden fast ausschließlich Küstengebiete des Mittelmeers mit Ausnahme der nördlichsten Teile (Nordadriagebiet) besiedelt. In Portugal kommt der Falter an der Atlantikküste vor. In Südspanien sind auch etwas küstenfernere Inlandpopulationen bekannt geworden.