Proterebia afra (Fabricius, 1787)


Proterebia afra: Männchen (e.o. N-Griechenland) [S] Proterebia afra: Oberseite (Siatista, N-Griechenland, Mai 2008) [N] Proterebia afra: Oberseite (Siatista, N-Griechenland, Mai 2008) [N] Proterebia afra: Oberseite (Siatista, N-Griechenland, Mai 2008) [N] Proterebia afra: Männchen (e.o. Nordgriechenland) [S] Proterebia afra: Falter (Askion, Mai 2011) [N] Proterebia afra: Unterseite [N] Proterebia afra: Ei (Siatista, Mai 2008) [M] Proterebia afra: L1-Raupe (e.o. N-Griechenland 2008) [S] Proterebia afra: L1-Raupe (e.o. N-Griechenland 2008) [S] Proterebia afra: Halbwüchsige Raupe (e.l. N-Griechenland 2008) [S] Proterebia afra: Raupe im vorletzten Stadium [S] Proterebia afra: Raupe im letzten Stadium, lateral [S] Proterebia afra: Raupe im letzten Stadium [S] Proterebia afra: Raupe [S] Proterebia afra: Puppe lateral [S] Proterebia afra: Puppe ventral [S] Proterebia afra: Puppe dorsal [S] Proterebia afra: Eiablagehabitat: Festuca-Büschel (Siatista, N-Griechenland, Mai 2008) [N] Proterebia afra: Habitat in Nordgriechenland bei Kozani (Siatista), Anfang Mai 2008 [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Eiablage beobachtete ich in Griechenland ausschließlich in Horste von Festuca ovina agg., obwohl zahlreiche weitere Gräser zur Verfügung standen.

Lebensraumansprüche:
Proterebia afra besiedelt steinige, teils gebüschreiche, beweidete Magerrasenhänge, die im Sommer sehr heiß und trocken sind.

Entwicklungszyklus:
Die Falter fliegen im April und Mai. Die Eier werden in die kleinen Horste von Festuca ovina agg. abgelegt, wobei die Eier nicht haften, sondern zur Horstbasis kollern. An guten Fundstellen können die Eier leicht gefunden werden, da sie von oben meist gut sichtbar sind. Die Jungraupen übersommern (geringere Aktivität) vermutlich nach der zweiten Häutung und wachsen im feuchteren Herbst rasch heran. Die Überwinterung erfolgt im letzten Stadium, wobei selbst bei Temperaturen von knapp unter 0 Grad Celsius nachts noch Nahrung aufgenommen wird (Zuchtbeobachtung). Die Verpuppung erfolgt im Vorfrühling (März, Anfang April).

Gefährdungsursachen:
Die sehr lokalen Vorkommen sind durch Nutzungsänderungen aller Art potentiell bedroht (Brachfallen, Überbauung, Gesteinsabbau, Solarparks etc.) und sollten geschützt werden.

Bemerkungen:
Das Vorkommen der typischen Steppenart beschränkt sich in Europa auf wenige Fundstellen in Kroatien und Nordgriechenland. Daneben kommt der Falter von der Türkei und der Krim ab im Steppengürtel nach Osten bis Kasachstan vor.