Zygaena osterodensis (Platterbsen-Widderchen)

Zygaena osterodensis: Kopula (Ostalb) Zygaena osterodensis: Kopula (Ostalb) Zygaena osterodensis: Falter (Ostalb) Zygaena osterodensis: Falter (Ostalb) Zygaena osterodensis: Falter (Ostalb) Zygaena osterodensis: Falter (Ostalb) Zygaena osterodensis: Falter (Ostalb) Zygaena osterodensis: Falter (Ostalb), von einer Spinne überwältigt Zygaena osterodensis: Falter (Steigerwald) Zygaena osterodensis: frischgeschlüpfter Falter am Kokon (Ostalb, dieser wird an Ästen und Stämmen, aber offenbar auch an alten Grashalmen angelegt) Zygaena osterodensis: Falter (Steigerwald) Zygaena osterodensis: Eigelege (Steigerwald) Zygaena osterodensis: Eigelege (Ostalb) Zygaena osterodensis: halbwüchsige Raupe an Vicia (Steigerwald) Zygaena osterodensis: halbwüchsige Raupe (Schwäbische Alb) Zygaena osterodensis: halbwüchsige Raupe (Schwäbische Alb) Zygaena osterodensis: Raupe (Ostalb) Zygaena osterodensis: Raupe (Ostalb) Zygaena osterodensis: Raupe (Steigerwald) Zygaena osterodensis: Raupe (Steigerwald) Zygaena osterodensis: Kokon, typisch an einem dünnen Baumstämmchen angesponnen (ca 50 cm Höhe), Ostalb Zygaena osterodensis: verlassener Kokon, an einem Halm angesponnen (Ostalb). Die Kokons - vor allem solche an Stämmchen - sind ganzjährig nachweisbar. Zygaena osterodensis: Kokon (Steigerwald) Zygaena osterodensis: Habitat auf der Schwäbischen Alb: lichte, sonnige Waldstellen mit Lathyrus pratensis Zygaena osterodensis: Habitat (Ostalb) Zygaena osterodensis: Habitat (Ostalb)

Raupennahrungspflanzen:
Vicia- und Lathyrus-Arten, insbesondere Lathyrus pratensis.

Lebensraumansprüche:
Zygaena osterodensis besiedelt Krautsäume an Waldwegen, Ränder von Kahlschlägen und Lichtungen in lichten, sonnigen Wäldern, meist über Kalkboden. In Deutschland kommt sie noch zwischen Main und Donau vor, wird aber auch hier immer seltener.

Entwicklungszyklus:
Die überwinterte Raupe ist meist bereits Anfang Mai ausgewachsen (im nordbayerischen Steigerwald beobachtet), in kühleren Gegenden etwas später und die Falter fliegen von Anfang Juni bis Mitte Juli. Die vor allem bei geringer Abundanz eher unauffälligen Falter saugen sehr gerne an Vicia cracca, aber auch an Valeriana, Ligustrum, Knautia, Lathyrus und anderen Gattungen. Die weißlichen Kokons werden besonders an Ästen und dünnen Baumstämmen in 0,5 bis 2 m Höhe angesponnen und ermöglichen dem Spezialisten den Artnachweis auch noch nach der Flugzeit.

Gefährdung: stark gefährdet

Gefährdungsursachen:
Zygaena osterodensis ist als Lichtwaldart stark bedroht durch zunehmende "Entsaumungsprozesse" im Wald, welche neben dem Rückgang traditioneller Waldbewirtschaftungsformen (Niederwald, Mittelwald) auf Eutrophierung aus der Luft, dichte Aufforstung mit Schattwaldhölzern wie Buche, Fichte oder Ahorn und gelegentlich auch auf Grundwasserabsenkung zurückzuführen ist.

Bemerkungen:
Die Falter sind anhand der ungekeulten Antennen leicht von Z. minos und Z. purpuralis zu unterscheiden. Besonders die südlich der Alpen vorkommende Z. romeo ist aber sehr ähnlich.
Zygaena osterodensis ist von Nordspanien bis Südschweden und nach Osten bis in die Mongolei verbreitet. Sie ist ein typisches Element der sommergrünen Wälder der gemäßigten Zone.


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