Limenitis camilla (Kleiner Eisvogel)

Limenitis camilla: Falter Limenitis camilla: Oberseite Limenitis camilla: Unterseite Limenitis camilla: Ei (Schwäbisch Gmünd, Anfang Juli 2011) Limenitis camilla: Ei (Schwäbisch Gmünd, Anfang Juli 2011) Limenitis camilla: Ei (Schwäbisch Gmünd, Anfang Juli 2011) Limenitis camilla: L1 Limenitis camilla: L1 Limenitis camilla: L1 Limenitis camilla: L1 Limenitis camilla: L2 Limenitis camilla: Jungraupe mit Rippe Limenitis camilla: Jungraupe (Anfang September) Limenitis camilla: L3 Limenitis camilla: Bau des Hibernariums Limenitis camilla: fertiges Hibernarium Limenitis camilla: Bau des Hibernariums 1: Die Raupe verspinnt den Blattstiel mit dem Zweig Limenitis camilla: Bau des Hibernariums 1:  Übersicht Limenitis camilla: Bau des Hibernariums 1:  die Raupe beginnt das Blatt von beiden Seiten einzuschneiden. Limenitis camilla: Bau des Hibernariums 1:  weiteres Einschneiden des Blatts Limenitis camilla: Bau des Hibernariums 1: nun wird die Mittelrippe durchtrennt. Limenitis camilla: Bau des Hibernariums 1: die Raupe beginnt das Blatt durch Querfäden nach oben über sich zusammen zu biegen. Limenitis camilla: Bau des Hibernariums 1: die Raupe beginnt das Blatt durch Querfäden nach oben über sich zusammen zu biegen. Limenitis camilla: Bau des Hibernariums 1: die Raupe beginnt das Blatt durch Querfäden nach oben über sich zusammen zu biegen. Die Ränder werden versponnen. Limenitis camilla: Bau des Hibernariums 1: das Hibernarium ist fast fertig und das Gespinst wird noch verstärkt. Limenitis camilla: Bau des Hibernariums 1: das Hibernarium/Hibernaculum/Hibernorefugium ist fertig. Limenitis camilla: Hibernarium Limenitis camilla: Hibernarium Limenitis camilla: Hibernarium Limenitis camilla: Hibernarium im Winter. Raupe knapp erkennbar! Limenitis camilla: Jungraupe nach Überwinterung Limenitis camilla: Raupe nach der Überwinterung (Ostalb, April 2010) Limenitis camilla: Jungraupe Limenitis camilla: Raupe nach der Überwinterung Limenitis camilla: halbwüchsige Raupe Limenitis camilla: Raupe Limenitis camilla: Raupe Limenitis camilla: Raupe Limenitis camilla: Raupe Limenitis camilla: ausgewachsene Raupe Limenitis camilla: Raupe (durch Braconidae parasitiert, die sich auf der Raupe in Kokons verpuppen) Limenitis camilla: Puppe Limenitis camilla: Puppe Limenitis camilla: Puppe Limenitis camilla: Puppe

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen leben an Lonicera-Arten, bei uns meist an Lonicera xylosteum. Wo vorhanden, weden auch rankende Lonicera-Arten sowie Lonicera nigra (eigene Funde bei Memmingen) und wohl auch L. coerulea und L. alpigena belegt. Gelegentlich kann man an geeigneten Stellen auch Raupen an verwilderter Schneebeere finden, die ebenfalls zu den Caprifoliaceae zählt.

Lebensraumansprüche:
Limenitis camilla bewohnt Wälder aller Art, solange ein zumindest etwas lichter Charakter und die Nahrungspflanze vorhanden sind. Der Falter steigt bis ca. 1100 m NN. Am häufigsten ist er in Auwäldern. Die Raupen finden sich nicht nur an schattigen Stellen. Auf der Schwäbischen Alb fand ich sie vereinzelt auch in sonnigen Außenmänteln von warmen Wacholderheideaufforstungen, wo sie teilweise in den Standortsbereich von Limenitis reducta vordringen. Im Gegensatz zu dieser Art finden sich L. camilla-Raupen aber nicht an im Offenbereich stehenden einzelnen Büschen.

Entwicklungszyklus:
Limenitis camilla überwintert als L3 in einem Hibernaculum, durch das die Raupe im Winter bequem nachweisbar ist. Ausgewachsen ist die Raupe meist Ende Mai oder Anfang Juni. Die Falter fliegen von Mitte/Ende Juni bis Anfang August. Die Ablage der ziemlich kleinen Eier erfolgt auf der Blattoberseite. Auch diese Art bildet als Jungraupe charakteristische Kotrippen aus.

Gefährdung: stellenweise zurückgehend bzw. gefährdet

Gefährdungsursachen:
Die Abundanzen haben in den letzten Jahrzehnten signifikant abgenommen. Limenitis camilla verträgt dichte Aufforstung mit Fichten, Buchen und Ahorn kaum. Dank ihrer relativ großen ökologischen Valenz ist Limenitis camilla als solche jedoch noch nicht stärker bedroht und in Mitteleuropas Wäldern noch ziemlich verbreitet.

Bemerkungen:
Die Verbreitung erstreckt sich von Nordspanien über West-, Mittel- und Osteuropa (in Südeuropa nur lokal) und das gemäßigte Asien bis Japan.


Limenitis populi | Limenitis reducta | Neptis rivularis