Limenitis reducta (Blauschwarzer Eisvogel)

Limenitis reducta: Männchen Limenitis reducta: Unterseite Limenitis reducta: Ei Limenitis reducta: Eiraupe Limenitis reducta: Jungraupe Limenitis reducta: halberwachsene Raupe Limenitis reducta: Raupe Limenitis reducta: Raupe Limenitis reducta: Puppe

Raupennahrungspflanzen:
Lonicera-Arten, auf der Schwäbischen Alb meist L. xylosteum, in Südeuropa v.a. rankende Arten.

Lebensraumansprüche:
In Deutschland besiedelt Limenitis reducta Steppenheiden in Waldnähe, buschige Wacholderheiden, Trockenwälder mit Lichtungen im Rheintal und ähnliche Stellen. Raupen fand ich auf der Schwäbischen Alb an vollsonnigen, exponierten Heckenkirschen-Sträuchern in Magerrasen. In Südeuropa findet sich der Falter in Wäldern aller Art (häufig Flaum- und Steineichenwälder) und in Buschland.

Entwicklungszyklus:
Nördlich der Alpen wird meist eine Generation im Juni/Juli ausgebildet. Die Raupe (meist L3) überwintert in einem Hibernaculum und ist Ende Mai/Anfang Juni ausgewachsen.

Gefährdung: stark gefährdet

Gefährdungsursachen:
Nördlich der Alpen ist der schöne Falter durch Lebensraumverlust unmittelbar vom Aussterben bedroht und in Deutschland nur mehr in Resten im Rheintal (Habitat Trockenaue stark zurückgegangen) und - etwas besser - der westlichen Schwäbischen Alb verbreitet. Hier ist auch eine Entfernung der Büsche, die oft zudem vom Hummelschwärmer besiedelt sind, bei der Heidepflege als Schadfaktor zu nennen.

Bemerkungen:
Südlich der Alpen - etwa in der Provence - gehört Limenitis reducta in zwei Generationen zu den häufigsten Falterarten der lichten Trockenwälder und besiedelt auch Auenwälder. Hier sind die Raupen, die die erste Faltergeneration ergeben, oft bereits im April oder Anfang Mai verpuppungsreif. Zahlreiche Raupen fand ich dort (Luberon) in Magerrasen-Waldkomplexen mit Arethusana arethusa, Hipparchia statilinus, H. fagi, Iphiclides podalirius, Melitaea phoebe u.a. im lichten Unterholz der Gebüsche.

Die Verbreitung erstreckt sich von Nordspanien über Süd- und Teile Mitteleuropas bis Kleinasien und zum Iran.


Limenitis camilla | Limenitis populi | Neptis rivularis