Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen leben an Stipa pennata (und anderen Stipa), Festuca, Brachypodium ramosum und Ampelodesmos mauretanicus (so bei Rom).
Lebensraumansprüche:
Melanargia arge besiedelt trockenheiße Steppenwiesen, Felshänge, Steinbrüche und andere, meist nur lückig bewachsene Stellen mit den Raupennahrungspflanzen. Die Höhenverbreitung ist von Meeresniveau bis in mittlere Gebirgslagen (ca. 1400m).
Entwicklungszyklus:
Die Falter fliegen im Frühjahr, je nach Höhenlage zwischen Mitte April und Juni. Die Eier werden bodennah an meist trockene Halme im Inneren der Grashorste abgelegt. Die geschlüpften L1-Raupen gehen dann ohne an Gras gefressen zu haben direkt in Diapause und entwickeln sich erst im Herbst nach den ersten Regenfällen, die zu austreibenden Grasblättern führen. Sie wachsen dann über den Winter heran (Hauptwachstum der letzten beiden Stadien ab Februar) und verpuppen sich Ende März oder im April nach 5 Raupenstadien in den Grashorsten.
Bemerkungen:
Melanargia arge ist ein Endemit des mittleren und südlichen Italien (ohne die Inseln). Ein angebliches Vorkommen auf Sizilien ist unbestätigt.
Literatur:
David Jutzeler (1993): Ökologie und erste Stände des Italienischen Schachbrettes Melanargia arge (Sulzer, 1776) (Lepidoptera : Satyridae) – Nota lepidopterologica – 16: 213 - 232.
Giandolfo Benedetto, Uberto Nardelli (1994): Melanargia pherusa Boisduval 1833: Biologie, Ökologie, Morphologie und Verbreitung im Vergleich mit Melanargia arge Sulzer 1776 (Lepidoptera: Nymphalidae, Satyrinae) – Nachrichten des Entomologischen Vereins Apollo – 15: 87 - 108.