Raupennahrungspflanzen:
Einige Gehölze wie vor allem Weiden, Ulmen oder Kirschen. Im Süden sind die Raupen häufig an Zürgelbaum anzutreffen.
Lebensraumansprüche:
Nymphalis polychloros bewohnt Wälder, vor allem Niederwälder im warmen Bereich, Parklandschaften und Heckengebiete. Im Süden lebt der Falter gerne in warmen Flaumeichenwäldern mit Zürgelbaum (etwa auch in Gärten). Sehr häufig ist Nymphalis polychloros in der Valle di Susa oder im Massif de la Sainte Baume bei Marseille. Aber auch nördlich der Alpen gibt es noch Gegenden, wie den Steigerwald, wo Nymphalis polychloros noch nicht so selten ist.
Entwicklungszyklus:
Eine Generation, im Süden gelegentlich auch zwei. Überwinternde Falter werden im März aktiv, Raupen finden sich im Mai und Juni.
Gefährdung: gefährdet
Gefährdungsursachen:
Im Norden ist Nymphalis polychloros vielerorts duch Dunkelwaldwirtschaft und Ausräumung der Landschaft selten geworden. Bei Memmingen ist sie beispielsweise verschwunden. Letzte eigene Funde gelangen hier um 1990. Auf der östlichen Schwäbischen Alb war in den letzten Jahren (2005-2007) hingegen eine deutliche Zunahme zu vermelden. Nymphalis polychloros profitiert von warmen Frühjahren, die eine gute Ablagerate und eine schnelle Raupenentwicklung zulassen.
Bemerkungen:
Die Verbreitung reicht von Nordafrika über Süd- und Mitteleuropa und das gemäßigte Asien bis zum Himalaya.