Raupennahrungspflanzen:
Die Raupen fressen an einigen verschiedenen Geh�lzen, besonders aus den Familien Salicaceae (Weiden wie Salix caprea, Pappeln), Ulmaceae (Ulmen wie Ulmus glabra oder Celtis australis) und Rosaceae (Prunus, Crataegus etc.). Im S�den sind die Raupen besonders h�ufig an Z�rgelbaum (Celtis) anzutreffen.
Lebensraumansprüche:
Nymphalis polychloros bewohnt lichte W�lder, vor allem Niederw�lder im warmen Bereich, Parklandschaften und Heckengebiete. Im S�den lebt der Falter gerne in warmen Flaumeichenw�ldern mit Z�rgelbaum (etwa auch in G�rten). Sehr h�ufig ist Nymphalis polychloros beispielsweise in der Valle di Susa oder im Massif de la Sainte Baume bei Marseille.
Aber auch n�rdlich der Alpen gibt es noch Gegenden, wie den Steigerwald, wo Nymphalis polychloros noch nicht so selten ist. Insgesamt ist der Falter eher ein Bewohner der tieferen und w�rmeren Lagen bis 700m NN (vor allem im S�den auch h�her bis etwa 1700m). Der Klimawandel beg�nstigt den Falter in Mitteleuropa. Raupenfunde gelangen mir inzwischen bis �ber 900m (Adelegg).
Entwicklungszyklus:
Die Falter fliegen in einer Generation, im S�den gelegentlich auch in zwei. �berwinterte Falter werden im M�rz aktiv (teilweise, vor allem im S�den schon im Februar) und sind dann noch bis Mai zu finden. Die Eier werden in Gelegen an d�nne Zweige abgelegt. Raupen finden sich vor allem im Mai und Juni. Sie leben in Gemeinschaften zusammen und k�nnen kleinere B�sche v�llig kahl fressen.
Im Sommer/Herbst sind die Falter nur gelegentlich zu sehen, da sie offenbar Ruheperioden einlegen und auch schon fr�h mit der �berwinterung beginnen.
Gefährdung: gefährdet
Gefährdungsursachen:
Im Norden ist Nymphalis polychloros vielerorts durch Dunkelwaldwirtschaft und Ausr�umung der Landschaft seltener geworden. Bei Memmingen war sie beispielsweise lange fast verschwunden. Auf der �stlichen Schw�bischen Alb war vor allem in den Jahren 2005-2007 hingegen eine deutliche Zunahme zu vermelden (langj�hrige Abundanzzyklen). Nymphalis polychloros profitiert von warmen Fr�hjahren und insgesamt vom Klimawandel, die eine gute Ablagerate und eine schnelle Raupenentwicklung zulassen.
S�dlich des Alpenhauptkamms ist Nymphalis polychloros nicht gef�hrdet und vielerorts (Nordgriechenland, S�dalpen, Provence) sogar ausgesprochen regelm��ig zu beobachten.
Bemerkungen:
Die Verbreitung reicht von Nordafrika �ber S�d- und Mitteleuropa und das gem��igte Asien bis zum Himalaya.