Raupennahrungspflanzen:
Urtica dioica, selten Humulus lupulus.
Lebensraumansprüche:
Nymphalis io besiedelt alle mehr oder weniger offenen Habitate Mitteleuropas. Der Falter steigt in den Alpen aber nicht sonderlich hoch und wird nur selten über 1200 m NN angetroffen, wo er als zugeflogen betrachtet werden muss.
Entwicklungszyklus:
In Deutschland wird mehrheitlich eine Generation ausgebildet, in warmen Lagen und/oder Jahren auch eine partielle zweite Generation, die dann selbst im Allgäu bei 600 m NN auftreten kann. Der Falter überwintert und tritt erst später als N. urticae in Erscheinung, etwa ab dem letzten Märzdrittel (in warmen Lagen wohl auch früher). Raupenzeit sind Juni und Juli (späte Eiablage!), in höheren Lagen auch noch Anfang August. Bei Memmingen treten Raupen der part. 2. Gen. im September und Anfang Oktober auf, wobei eine erfolgreiche Entwicklung nicht mehr in allen Fällen gegeben ist.
Gefährdungsursachen:
Nymphalis io profitiert als Kulturfolger von der Überdüngung Mitteleuropas, die die Brennessel fördert, und ist demnach völlig ungefährdet. Der übertriebene Ordnungssinn mit Abmähen der Brennesseln zur Raupenzeit oder deren Vernichtung mittels chemischer Substanzen vermag aber lokal zu Verlusten führen, die jedoch für den Gesamtbestand unerheblich sind. Auch bei dieser Art können Abundanzzyklen auftreten.
Bemerkungen:
Nymphalis io ist im gemäßigten Europa und Asien bis Japan verbreitet.