Raupennahrungspflanzen:
Die Art ist polyphag und frisst an Kräutern und bodennahen Teilen von Sträuchern.
Lebensraumansprüche:
Arctia villica besiedelt teils buschige, heiße Hänge mit verzahnten Magerrasen wie im Nahetal. Nördlich der Alpen ist der Falter sehr anspruchsvoll und selten. Südlich der Alpen ist er hingegen fast ein Ubiquist. Er steigt im Südalpenbereich bis auf etwa 1500 m, kommt im Norden aber nur unterhalb von 500 m vor und fehlt den Nordalpen sowie dem größten Teil Deutschlands ganz.
Entwicklungszyklus:
Die Falter fliegen in einer Generation. Die Raupen sind im April ausgewachsen. Im Süden fand ich beispielsweise Mitte Mai bereits Falter auf 500m NN in der Valle di Susa (Italien) in einem exrem heißen, von Flaumeichen durchsetzten Magerrasen, während zur gleichen Zeit auf 1000m in humideren Bereichen mit Lesesteinwällen und Eschen noch Raupen zu beobachten waren.
Mitte April 2009 waren im Wallis (Stalden) mehr als 20 ausgewachsene Raupen auch tagsüber auf Wegen und neben ihrem Versteck an Steinwällen zu beobachten. Die Verpuppung findet teilweise unter Steinen statt (ein Puppenfund bei Leuk/Wallis).
Gefährdung: vom Aussterben bedroht
Gefährdungsursachen:
Im Norden ist Arctia villica aufgrund von Lebensraumverlust (Verwaldung, Überbauung, zu intensive Bewirtschaftung) vom Aussterben bedroht. Der Falter hält sich nur mehr in sehr warmen Gebieten mit hohem Anteil an geeignetem Habitat wie im Nahetal.
Bemerkungen:
Die Verbreitung reicht von Spanien bis Vorderasien. In Europa erreicht Arctia villica im mittleren Deutschland die Nordgrenze. Aber auch in Süddeutschland fehlt Arctia villica in den meisten Gebieten und konzentriert sich auf das Mittelrhein/Nahe-Gebiet.