Raupennahrungspflanzen:
Die Raupe lebt an Viola-Arten wie Viola hirta und Viola reichenbachiana.
Lebensraumansprüche:
Boloria euphrosyne besiedelt geh�lzreiche Magerrasen (oft in Waldn�he), S�ume und Kahlschl�ge im Wald und Waldl�ckensysteme der Alpen. Im S�den werden auch Macchien und lichte Steineichenw�lder besiedelt.
Boloria euphrosyne geh�rt in Kahlschl�gen zu den ersten Arten, da die Raupe nur teilweise bewachsenen Boden braucht. Dort sonnt sie sich im Fr�hling auf Moos, Rindenst�ckchen etc., wie eigene Raupenfunde zeigen. Bei dichterwerdender Vegetation verschwindet Boloria euphrosyne bald wieder, w�hrend sich Boloria selene l�nger h�lt bzw. erst bei dichterer Verwachsung ihr Optimum erreicht.
Entwicklungszyklus:
Die Raupe �berwintert als L4 und ist im April/Anfang Mai, in h�heren Lagen sp�testens im Juni verpuppungsreif. Die Raupe fand ich mehrfach in den Allg�uer Alpen (Mai) und im Wallis (Mai und Anfang Juni) an Waldr�ndern und B�schungen im Wald. Tags�ber legen die Raupen zwischen kurzen Fress- und Sonnphasen auch l�ngere Ruhepausen gut versteckt in der Streuschicht ein.
Die Falter fliegen Ende April bis Anfang Juli. Trotz des im Vergleich zu Boloria selene fr�heren Erscheinens wird keine zweite Generation angelegt. Die Raupen ben�tigen w�hrend der Diapause keinen Frost, so dass zwei bis drei Monate K�hlschrank bei 5 Grad Celsius ausreichen. Dies erm�glicht der Art die Besiedelung des Mittelmeergebietes.
Gefährdung: gefährdet
Gefährdungsursachen:
Boloria euphrosyne ist n�rdlich der Alpen viel st�rker bedroht als Boloria selene, da der Falter durch Entsaumung der W�lder und schnelles Zuwachsen von Kahlschl�gen sehr schnell betroffen wird. Bei Memmingen sind die in den 80er Jahren noch sehr individuenreichen Best�nde in den letzten Jahren weitgehend zusammengebrochen. H�ufiger ist Boloria euphrosyne nur mehr im Alpenraum und in an waldnahen Magerrasen und Kahlschl�gen reichen Gebieten wie der Schw�bischen Alb.
Im S�den (etwa in der Provence) ist die Gef�hrdung deutlich geringer.
Bemerkungen:
Die Gesamtverbreitung reicht von Nordspanien �ber weite Teile Europas und das gem��igte Asien bis Kasachstan. Recht h�ufig findet sich Boloria euphrosyne im Alpenraum (bis etwa 2000m NN im Wallis) und im n�rdlichen Mittelmeergebiet (z.B. Provence).