Details zur ausgewählten Art
Boloria euphrosyne (Silberfleck-Perlmuttfalter)

Boloria euphrosyne: Weibchen Boloria euphrosyne: Weibchen-Unterseite Boloria euphrosyne: Oberseite Männchen Boloria euphrosyne: Unterseite Boloria euphrosyne: Ei Boloria euphrosyne: Ei Boloria euphrosyne: L2 Boloria euphrosyne: L3 Boloria euphrosyne: Raupe Boloria euphrosyne: Raupe Boloria euphrosyne: Raupe Boloria euphrosyne: Puppe

Raupennahrungspflanzen:
Viola-Arten.

Lebensraumansprüche:
Boloria euphrosyne besiedelt Magerrasen in Waldnähe, Säume und Kahlschläge im Wald und Waldlückensysteme der Alpen. Die Raupe gehört in Kahlschlägen zu den ersten Arten, da sie nur teilweise bewachsenen Boden braucht. Dort sonnt sie sich auf Moos, Rindenstückchen etc., wie eigene Raupenfunde zeigen. Bei dichterwerdender Vegetation verschwindet Boloria euphrosyne bald wieder, während sich B. selene länger hält bzw. erst bei dichterer Verwachsung sein Optimum erreicht.

Entwicklungszyklus:
Die Raupe überwintert als L4 und ist im April/Mai verpuppungsreif. Die Falter fliegen Ende April bis Anfang Juli. Trotz des im Vergleich zu B. selene früheren Erscheinens wird keine zweite Generation angelegt.

Gefährdung: gefährdet

Gefährdungsursachen:
Boloria euphrosyne ist viel stärker bedroht als B. selene, da der Falter durch Entsaumung der Wälder und schnelles Zuwachsen von Kahlschlägen sehr schnell betroffen wird. Bei Memmingen sind die in den 80er Jahren noch sehr individuenreichen Bestände in den letzten Jahren weitgehend zusammengebrochen. Häufiger ist das Tier nur mehr im Alpenraum und in an waldnahen Magerrasen reichen Gebieten wie der Schwäbischen Alb.

Bemerkungen:
Die Gesamtverbreitung reicht von Nordspanien über weite Teile Europas und das gemäßigte Asien bis Kasachstan.


Boloria aquilonaris | Boloria dia | Boloria eunomia | Boloria napaea | Boloria pales | Boloria selene | Boloria thore | Boloria titania