Boloria euphrosyne (Linnaeus, 1758) (Silberfleck-Perlmuttfalter)


Boloria euphrosyne: Männchen (Lechtal bei Forchach, 4. Mai 2012 [N] Boloria euphrosyne: Männchen (Ostalb, Dischingen, Mai 2012) [N] Boloria euphrosyne: Falter (Ostalb, Juni 2013) [N] Boloria euphrosyne: Falter (Ostalb, Juni 2013) [N] Boloria euphrosyne: Falter (Ostalb, Juni 2013) [N] Boloria euphrosyne: Falter (Ostalb, Juni 2013) [N] Boloria euphrosyne: Falter (Ostalb, Juni 2013) [N] Boloria euphrosyne: Falter (Ostalb, Juni 2013) [N] Boloria euphrosyne: Weibchen (Ostalb, Dischingen, Ende Mai 2012) [N] Boloria euphrosyne: Falter (Ostalb 2012) [N] Boloria euphrosyne: Weibchen (Schwäbisch Gmünd, Mai 2012) [N] Boloria euphrosyne: Weibchen (Ostalb, Dischingen, Ende Mai 2012) [N] Boloria euphrosyne: Weibchen (Ostalb, Juni 2013) [N] Boloria euphrosyne: Verdunkeltes Weibchen (Allgäuer Alpen, Hinterstein, 1600m NN, Juli 2013) [N] Boloria euphrosyne: Weibchen (Ostalb, Dischingen, Ende Mai 2012) [N] Boloria euphrosyne: Weibchen (Ostalb, Dischingen, Ende Mai 2012) [N] Boloria euphrosyne: Männchen (Lechtal bei Forchach, 4. Mai 2012 [N] Boloria euphrosyne: Männchen (Ostalb 2012) [N] Boloria euphrosyne: Männchen an Rosmarin saugend (Provence, April 2011) [N] Boloria euphrosyne: Weibchen [S] Boloria euphrosyne: Weibchen-Unterseite [S] Boloria euphrosyne: Oberseite Männchen [N] Boloria euphrosyne: Unterseite [M] Boloria euphrosyne: Ei [M] Boloria euphrosyne: Ei [S] Boloria euphrosyne: L1-Raupe [S] Boloria euphrosyne: L2 [S] Boloria euphrosyne: L2 [S] Boloria euphrosyne: Jungraupe [S] Boloria euphrosyne: L3 (e.o. Memmingen 2008) [S] Boloria euphrosyne: Halbwüchsige Raupe [S] Boloria euphrosyne: Raupe im vorletzten Stadium [S] Boloria euphrosyne: Raupe im vorletzten Stadium [S] Boloria euphrosyne: Raupe im vorletzten Stadium [S] Boloria euphrosyne: Raupe im letzten Stadium [S] Boloria euphrosyne: Raupe im letzten Stadium [S] Boloria euphrosyne: Raupe [S] Boloria euphrosyne: Raupe [S] Boloria euphrosyne: Raupe [S] Boloria euphrosyne: Raupe [S] Boloria euphrosyne: Raupe, dunkle Version ohne gelben Anteil der Dornen [S] Boloria euphrosyne: Raupe, dunkle Version ohne gelben Anteil der Dornen [S] Boloria euphrosyne: Raupe, dunkle Version ohne gelben Anteil der Dornen [S] Boloria euphrosyne: Raupe, dunkle Version ohne gelben Anteil der Dornen [S] Boloria euphrosyne: Raupe, Detail. Die meisten Raupen weisen bei zwei Reihen der Dorne eine Gelbfärbung der basalen Hälfte auf. [S] Boloria euphrosyne: Raupe [M] Boloria euphrosyne: Raupe [N] Boloria euphrosyne: Raupe [M] Boloria euphrosyne: Raupe (Ostalb, Dischingen, 24. April 2013) [N] Boloria euphrosyne: Puppe [S] Boloria euphrosyne: Puppe [S] Boloria euphrosyne: Puppe [S] Boloria euphrosyne: Puppe Boloria euphrosyne: Larvalhabitat (Raupe im unteren Bildbereich) auf der Ostalb bei Dischingen am 24. April 2013. Die Raupen leben an hageren, besonnten Stellen ohne zu dichte Vegetation. [N] Boloria euphrosyne: Larvalhabitat auf der Ostalb bei Dischingen am 24. April 2013. Die Raupen leben an hageren, besonnten Stellen ohne zu dichte Vegetation. [N] Boloria euphrosyne: Larvalhabitat auf der Ostalb bei Dischingen am 24. April 2013. Die Raupen leben an hageren, besonnten Stellen ohne zu dichte Vegetation. [N] Boloria euphrosyne: Larvalhabitat auf der Ostalb bei Dischingen am 24. April 2013. Die Raupen leben an hageren, besonnten Stellen ohne zu dichte Vegetation. [N] Boloria euphrosyne: Habitat auf einer Waldlichtung am Ortsrand von Schwäbisch Gmünd, Mai 2012 [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupe lebt an Viola-Arten wie Viola hirta und Viola reichenbachiana.

Lebensraumansprüche:
Boloria euphrosyne besiedelt gehölzreiche Magerrasen (oft in Waldnähe), Säume und Kahlschläge im Wald und Waldlückensysteme der Alpen. Im Süden werden auch Macchien und lichte Steineichenwälder besiedelt.
Boloria euphrosyne gehört in Kahlschlägen zu den ersten Arten, da die Raupe nur teilweise bewachsenen Boden braucht. Dort sonnt sie sich im Frühling auf Moos, Rindenstückchen etc., wie eigene Raupenfunde zeigen. Bei dichterwerdender Vegetation verschwindet Boloria euphrosyne bald wieder, während sich Boloria selene länger hält bzw. erst bei dichterer Verwachsung ihr Optimum erreicht.

Entwicklungszyklus:
Die Raupe überwintert als L4 und ist im April/Anfang Mai, in höheren Lagen spätestens im Juni verpuppungsreif. Die Raupe fand ich mehrfach in den Allgäuer Alpen (Mai) und im Wallis (Mai und Anfang Juni) an Waldrändern und Böschungen im Wald. Tagsüber legen die Raupen zwischen kurzen Fress- und Sonnphasen auch längere Ruhepausen gut versteckt in der Streuschicht ein.

Die Falter fliegen Ende April bis Anfang Juli. Trotz des im Vergleich zu Boloria selene früheren Erscheinens wird keine zweite Generation angelegt. Die Raupen benötigen während der Diapause keinen Frost, so dass zwei bis drei Monate Kühlschrank bei 5 Grad Celsius ausreichen. Dies ermöglicht der Art die Besiedelung des Mittelmeergebietes.

Gefährdung: gefährdet

Gefährdungsursachen:
Boloria euphrosyne ist nördlich der Alpen viel stärker bedroht als Boloria selene, da der Falter durch Entsaumung der Wälder und schnelles Zuwachsen von Kahlschlägen sehr schnell betroffen wird. Bei Memmingen sind die in den 80er Jahren noch sehr individuenreichen Bestände in den letzten Jahren weitgehend zusammengebrochen. Häufiger ist Boloria euphrosyne nur mehr im Alpenraum und in an waldnahen Magerrasen und Kahlschlägen reichen Gebieten wie der Schwäbischen Alb.
Im Süden (etwa in der Provence) ist die Gefährdung deutlich geringer.

Bemerkungen:
Die Gesamtverbreitung reicht von Nordspanien über weite Teile Europas und das gemäßigte Asien bis Kasachstan. Recht häufig findet sich Boloria euphrosyne im Alpenraum (bis etwa 2000m NN im Wallis) und im nördlichen Mittelmeergebiet (z.B. Provence).



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