Raupennahrungspflanzen:
Centaurea-Arten, meist C. scabiosa. Daneben werden gelegentlich noch weitere Asteraceae befressen (Cirsium).
Lebensraumansprüche:
Melitaea phoebe benötigt höherwüchsige, warme Magerrasen. Typisch ist sie auch für Steppenheidehänge. In Deutschland ist der Falter selten, etwa im südlichen Allgäu oder auf der Fränkischen Alb.
Entwicklungszyklus:
Es kommt zur Ausbildung von ein bis zwei Generationen pro Jahr. Im Allgäu fand ich Falter in einer Generation Ende Juni/Anfang Juli auf 1300 m NN und ein Männchen (mit Ulrich Rau) auf 1800 m. Bei zwei Generationen sind die Falter von Ende Mai bis Juni und wieder im August zu beobachten. In den Südalpen (Valle di Susa) und der Provence beobachtete ich Raupen im April und Mai und teilweise wieder im Juli in Kalkmagerrasen von 500m NN bis 1500m NN.
Gefährdung: stark gefährdet
Gefährdungsursachen:
Nördlich der Alpen ist Melitaea phoebe stark rückläufig, am Kaiserstuhl offenbar verschwunden. Südlich der Alpen kommmt der schöne Falter nach wie vor noch häufig vor, sofern die Habitate noch erhalten geblieben sind.
Bemerkungen:
Die Gesamtverbreitung reicht von Nordwestafrika über Süd- und Mitteleuropa bis weit nach Asien (Nordchina).