Details zur ausgewählten Art
Polyommatus artaxerxes (Dunkler Sonnenröschen-Bläuling)

Polyommatus artaxerxes: Männchen (Nockalmberge, 2000m NN) Polyommatus artaxerxes: Männchen-Oberseite (Nockalmberge, 2000 m NN) Polyommatus artaxerxes: Weibchen (Nockalmberge, 2000m NN) Polyommatus artaxerxes: Unterseite (Nockalmberge) Polyommatus artaxerxes: Unterseite (Nockalmberge) Polyommatus artaxerxes: Ei (Schwäbische Alb) Polyommatus artaxerxes: Ei (Nockalmberge) Polyommatus artaxerxes: Jungraupe (Nockalmberge) Polyommatus artaxerxes: halbwüchsige Raupe (Nockalmberge) Polyommatus artaxerxes: Raupe (Nockalmberge) Polyommatus artaxerxes: Raupe (Nockalmberge) Polyommatus artaxerxes: Raupe (mit viel roter Zeichnung, Nockalmberge, 2000m NN) Polyommatus artaxerxes: Raupe mit wenig roter Zeichnung, Nockalmberge) Polyommatus artaxerxes: Raupe (Schwäbische Alb) Polyommatus artaxerxes: Puppe (Schwäbische Alb) Polyommatus artaxerxes: Puppe (Nockalmberge) Polyommatus artaxerxes: Habitat in den Nockalmbergen um 2000m NN, Juli 2009 Polyommatus artaxerxes: Habitat im Wallis auf 2300m NN

Raupennahrungspflanzen:
Gesichert ist bislang wohl nur Sonnenröschen (Helianthemum) als Freiland-Raupenfutterpflanze. Eventuell werden aber auch Geranium und/oder Erodium genutzt.

Lebensraumansprüche:
Polyommatus artaxerxes besiedelt (Kalk-)Magerrasen, Gebirgsmatten in Mittelgebirgen und Alpen von etwa 500m NN bis über 2500m NN mit Schwerpunkt zwischen 1000 und 2000m.

Entwicklungszyklus:
Meist wird nur eine Generation von Juni bis Mitte August ausgebildet. Allerdings gehen uni- und polyvoltine Populationen fließend ineinander über, so auf der Schwäbischen Alb und besonders in den tieferen Lagen der Alpen um 1000 m NN. Am 15.10.2005 beobachtete ich sogar auf 2100m NN im Rätikon noch einen frisch geschlüpften Falter einer partiellen 2. Generation. Die Jungraupe überwintert.

Gefährdung: stellenweise zurückgehend bzw. gefährdet

Gefährdungsursachen:
Durch den Verlust von Magerrasen ist Polyommatus artaxerxes in den Mittelgebirgen und den tiefen Lagen der Alpen gefährdet. In den Alpen ist der Falter dagegen häufig und noch weniger gefährdet. Inwieweit die Klimaerwärmung, die P. agestis begünstigt, für Polyommatus artaxerxes schädlich ist, bliebe zwar zu untersuchen, kann aber als wahrscheinlich gelten.

Bemerkungen:
Polyommatus artaxerxes ist artlich noch nicht als völlig getrennt von Polyommatus agestis zu bezeichnen. Aber die Natur läßt sich nicht in starre Kategorien pressen. So trifft es wohl der Begriff Semispezies am besten.

Polyommatus artaxerxes ist von Nordwestafrika (Atlasgebirge) über viele Gebirge Europas, Nordengland und Schottland sowie Skandinavien bis zum asiatischen Altai verbreitet.

Hinweise zur Bestimmung:
Anhand einzelner Falter kann oft keine sichere Bestimmung durchgeführt werden, wenn die Verhältnisse am Fundort nicht bekannt sind. Zwar ist Polyommatus artaxerxes im Durchschnitt größer, dunkler und weist weniger orngene Halbmondflecken auf der Oberseite auf, doch sind die Übergänge sehr fließend.


Polyommatus admetus | Polyommatus agestis | Polyommatus amandus | Polyommatus argus | Polyommatus argyrognomon | Polyommatus aroaniensis | Polyommatus bellargus | Polyommatus coridon | Polyommatus cramera | Polyommatus damon | Polyommatus daphnis | Polyommatus dolus | Polyommatus dorylas | Polyommatus eros | Polyommatus escheri | Polyommatus eumedon | Polyommatus glandon | Polyommatus icarus | Polyommatus idas | Polyommatus nicias | Polyommatus nivescens | Polyommatus orbitulus | Polyommatus pylaon | Polyommatus ripartii | Polyommatus semiargus | Polyommatus thersites