Entephria flavicinctata (Hübner, [1813]) (Steinbrech-Gebirgsspanner)


Entephria flavicinctata: Falter (e.l. Wallis) [S] Entephria flavicinctata: Falter [S] Entephria flavicinctata: Raupe (Wallis) [M] Entephria flavicinctata: Raupe [S] Entephria flavicinctata: Puppe [S] Entephria flavicinctata: Habitat im Wallis auf 2000m NN (2009): Krone der Steinmauer rechts. In den Mauerfugen kamen zahlreiche Raupen von Nudaria mundana vor. [N]

Raupennahrungspflanzen:
Die Raupe ernährt sich von verschiedenen Saxifraga-Arten. Daneben wird offenbar auch Sedum angenommen. Ich fand die Raupe im Wallis in gut 2000m NN auf einer Mauerkrone an Saxifraga aspera.

Lebensraumansprüche:
Entephria flavicinctata besiedelt halbschattige, leicht feuchte Fels- und Schuttstandorte in den Alpen und anderen Gebirgen von 600 bis 2500m NN.

Entwicklungszyklus:
Die Raupe überwintert und ist in tiefen Lagen im April, in hohen dagegen erst Anfang oder Mitte Juni ausgewachsen. Die Falter fliegen von Juni bis August. Seltener kommt es in tiefen oder wintermilden Lagen auch zur Ausbildung einer partiellen zweiten Generation.

Gefährdungsursachen:
In den Mittelgebirgen ist Entephria flavicinctata stark gefährdet u.a. durch Ausschattung wegen dichter Nadelforste. Im Hochgebirge ist sie hingegen kaum gefährdet.

Bemerkungen:
Die Verbreitung ist sehr disjunkt und erstreckt sich über die Pyrenäen, die Alpen, einige Mittelgebirge (Vogesen), Island, lokal Großbritannien und von Norwegen über die Polarzone bis Nordrußland.