Raupennahrungspflanzen:
Festuca-Arten
Lebensraumansprüche:
Steile Grashänge mit horstigen Festuca-Arten (F. ovina) über der Waldgrenze bis etwa 2600 m NN. Die Falter finden sich mehr an hochgrasigen Stellen, die Raupen dagegen in nur mäßig hohen, lückigeren Beständen von Festuca.
Entwicklungszyklus:
Zweijährig. Die Raupe überwintert zunächst im ersten, dann im letzten Stadium (Sonderegger 2005). Ich fand in der ersten Maihälfte erwachsene Raupen im Nordtessin bei Fusio in 2300 m NN an einem warmen Südhang mit der Wanze Jalla dumosa, während in ebenen Lagen noch Schneefelder vorherrschten. Sie fanden sich tags im Zentrum von Festuca-Horsten, zusammen mit halberwachsenen, noch stärker verborgenen Raupen von E. tyndarus und Erebia mnestra.
Gefährdungsursachen:
Erebia flavofasciata ist sehr lokal und kann durch Erschließungsmaßnahmen lokal ausgerottet werden.
Bemerkungen:
Erebia flavofasciata findet sich in der Schweiz im Nordtessin, in Südbünden sowie sehr selten auch im angrenzenden Italien. Ein Fundort ist zudem in Tirol bekannt.