Details zur ausgewählten Art
Erebia meolans (Gelbbindiger Mohrenfalter)

Erebia meolans: Oberseite Erebia meolans: Oberseite Erebia meolans: Oberseite Erebia meolans: Männchen (Schwarzwald) Erebia meolans: Männchen (Schwarzwald) Erebia meolans: Weibchen (Schwarzwald) Erebia meolans: Unterseite in Ruhe Erebia meolans: Unterseite Erebia meolans: Männchen (Schwarzwald) Erebia meolans: Falter (Bregenzer Wald, Kanisfluh) Erebia meolans: Männchen (Bregenzer Wald, Kanisfluh) Erebia meolans: frisch gelegtes Ei in einem Blütenstand von Avenella flexuosa (Schwarzwald) Erebia meolans: älteres Ei Erebia meolans: Ei nach einigen Tagen Erebia meolans: Jungraupe Erebia meolans: Jungraupe Erebia meolans: Raupe im vorletzten Stadium Erebia meolans: Raupe nach der letzten Häutung Erebia meolans: Raupe nach der letzten Häutung Erebia meolans: Nach der letzten Häutung ist die Raupe zunächst noch beige gefärbt. Erebia meolans: Nach einiger Futterannahme und zunehmendem Wachstum beginnt die Verfärbung nach grün. Erebia meolans: Ab der Mitte des letzten Stadiums sind die Tiere grün gefärbt. Nur der Kopf bleibt braun. Erebia meolans: prall erwachsene Raupe Erebia meolans: Raupe (Bregenzer Wald, Kanisfluh, Anfang Mai 2010) Erebia meolans: bräunliche Raupenvariante, die nur selten vorkommt Erebia meolans: Puppe Erebia meolans: Puppe ventral Erebia meolans: Puppe dorsal Erebia meolans: Puppe (Kanisfluh) Erebia meolans: Habitat im Nordschwarzwald (Raupenfundstelle) Erebia meolans: Falter- und Eiablagehabitat im Nordschwarzwald Erebia meolans: Habitat im westlichen Wallis auf 2000 m NN Erebia meolans: Habitat auf der Kanisfluh im Bregenzer Wald: Felshänge im Hintergrund (Anfang Mai 2010, zahlreiche Raupenfunde)

Raupennahrungspflanzen:
Gräser geringer Produktion, vor allem Festuca-Arten wie Festuca ovina, Nardus stricta und Avenella flexuosa.

Lebensraumansprüche:
Erebia meolans besiedelt Flächen mit Offenbodenstellen wie Felshänge, steinige Weiden, Anrißstellen an Wegböschungen und ähnliche Stellen. Meist befinden sich die Fundstellen in Waldnähe. Zum Lebensraum gehören auch junge Windwurfflächen und breite Waldwegränder. Die Höhenlage kann von 400 m NN bis weit über 2000 m NN schwanken, doch finden sich die meisten Fundorte in der hochmontanen Waldstufe von 900 bis 1700 m NN.

Entwicklungszyklus:
Die Raupe üüberwintert gewöhnlich einmal im vorletzten Stadium. In den höchsten Lagen sind auch zwei Überwinterungen möglich. Raupen im vorletzten Stadium fand ich Ende April 2008 im Schwarzwald auf 1100 m NN kurz nach der Schneeschmelze an Avenella flexuosa entlang von Wegen durch Windwurfflächen. Die Falter fliegen je nach Höhenlage von Mitte Mai bis in den August. So beobachtete ich Anfang August 2008 Falter in 2000 m NN im Wallis. Die Eiablage findet entweder in Grasblüten oder bodennah in die Horste statt.

Gefährdung: gefährdet

Gefährdungsursachen:
Populationen der Art siedeln meist in Höhenlagen, wo sie noch voll den menschlichen Aktivitäten ausgesetzt sind. Deswegen ist meist eine deutliche Gefährdung durch dichte Aufforstung oder landwirtschaftliche und touristische Erschließungen zu konstatieren. Nur natürliche Felshänge sind etwas besser geschützt. In Deutschland ist Erebia meolans im Schwarzwald in den tieferen Lagen deutlich zurückgegangen und im Thüringer Wald wohl ausgestorben.

Bemerkungen:
Erebia meolans ist in den Gebirgen Westeuropas verbreitet (Nordspanien, Pyrenäen, Zentralmassif, Alpen, lokal Apennin, Schwarzwald, Schweizer und französischer Jura, Vogesen, Bayerischer Wald, früher Thüringer Wald). In den Alpen steht eine dichte Besiedelung der Westalpen einer Ausdünnung nach Osten gegenüber, so dass in den östlichen Alpen (Ostbayern und Ostösterreich) keine Vorkommen bekannt sind).


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